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Namasté

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Dienstag, 15. Juni 2010

Führung

Du mußt nach Führung Ausschau halten, weil du nicht weißt, daß dein innerer Führer in dir verborgen ist. Du mußt deinen inneren Führer finden, und damit meine ich den beobachtenden Zeugen. Ich nenne ihn dein Dharma, deinen inneren Buddha. Du mußt diesen Buddha aufwecken, dann wird dich das Leben mit reichem Segen überschütten. Dein Leben wird so viel Gutes und Göttliches ausstrahlen – mehr als du dir es je vorstellen kannst.Es ist beinahe wie Licht. Dein Zimmer ist dunkel, und du machst es hell. Selbst eine kleine Kerze reicht aus, und die ganze Dunkelheit verschwindet. Sobald du eine Kerze hast, weißt du, wo die Tür ist. Du mußt nicht überlegen: "Wo ist die Tür?" Nur Blinde denken darüber nach, wo die Tür ist. Wer Augen hat, denkt bei Licht nicht nach. Hast du jemals gedacht: "Wo ist die Tür?" Du stehst einfach auf und gehst hinaus. Du verschwendest keinen Gedanken an die Tür. Du tastest nicht nach der Tür und rennst nicht mit dem Kopf gegen die Wand. Du siehst einfach und denkst keinen Moment nach. Du gehst einfach hinaus.
Osho God is Dead: Now Zen is the Only Living Truth Chapter 7

Montag, 14. Juni 2010

In and out

Freundlichkeit

Meditiere zuerst; sei glücklich. Dann kommt viel Liebe ganz von selbst. Dann ist es schön, mit anderen zusammen zu sein, und allein zu sein, ist auch schön. Dann ist es auch einfach. Du bist nicht von anderen abhängig und machst andere nicht von dir abhängig. Dann ist es immer Freundschaft, Freundlichkeit. Es wird nie zur Beziehung, es ist immer ein Bezug im Moment.Du hast einen Bezug zu jemandem, heiratest ihn aber nicht gleich. Ehen werden aus Angst geschlossen; Bezugnehmen geschieht aus Liebe.Ihr bezieht euch aufeinander; solange alles wunderbar geht, teilt ihr miteinander. Und wenn ihr seht, daß ein Moment des Abschieds kommt, weil sich eure Wege trennen, dann verabschiedet euch und seid dankbar für alles, was der andere für euch gewesen ist, für alle Freude und alles Vergnügen und alle schönen Momente, die ihr miteinander geteilt habt. Und dann geht ihr ohne Kummer, ohne Schmerz einfach auseinander.
Osho The White Lotus Chapter 10

Die Äste von zwei Bäumen sind miteinander verschlungen, und die herabfallenden Blütenblätter kommen in ihren schönen Farben auf dem Boden zusammen. Es ist, als hätten sich Himmel und Erde in Liebe vereint. Dennoch steht jeder für sich, hat mit den Wurzeln seine eigene Verbindung zur Erde. Sie symbolisieren das Wesen wahrer und reifer Freunde, die ungezwungen und natürlich miteinander umgehen. Ihre Verbindung ist nicht fordernd; sie brauchen einander nicht und wollen den anderen nicht ändern.Jetzt bist du für freundliche Beziehungen dieser Art bereit. Vielleicht wirst du in nächster Zeit feststellen, daß du an dramatischen und romantischen Beziehungen, wie sie andere Leute oft haben, nicht mehr interessiert bist. Das ist kein Verlust. Es ist die Geburt einer höheren, liebevolleren Umgangsart, die aus reicher Erfahrung kommt. Die Geburt wahrer bedingungsloser Liebe, ohne Erwartungen oder Forderungen.

Sonntag, 13. Juni 2010

Vertrauen

Wissen loslassen; nur dann kannst du deinen Verstand beiseite lassen. Und mit dem Vertrauen öffnet sich etwas Gewaltiges. Dann ist das Leben nicht mehr gewöhnlich, es ist von Gott erfüllt, überfließend. Wenn das Herz unschuldig ist und die Mauern verschwinden, hast du die Brücke zur Unendlichkeit gefunden. Und du wirst nicht getäuscht; es gibt nichts, was dir weggenommen werden kann. Was man dir wegnehmen kann,. brauchst du nicht festhalten. Und was man dir nicht wegnehmen kann – warum solltest du darum Angst haben? Es kann nicht weggenommen werden – unmöglich. Deinen wahren Schatz kannst du nicht verlieren.
Osho The Sun Rises in the Evening Chapter 9

Samstag, 12. Juni 2010

Skull

Meditation für den Tag: Was niemals stirbt

Die trauernde Mutter und die Senfkörner

Achte jeden Augenblick darauf, was du im Leben ansammelst: Wird es dir mit dem Tod wieder weggenommen? Wenn ja, brauchst du dir darum keine Sorgen zu machen. Und für das, was einem der Tod nicht wegnehmen kann, kann man sogar sein Leben opfern, denn eines Tages wird das Leben unweigerlich vorbei sein. Bevor dies Leben vorbei ist, nutze jede Gelegenheit um herauszufinden, was niemals stirbt.

Zur Zeit Buddhas war der Mann einer jungen Frau gestorben. Eigentlich wollte sie Sati begehen, sich ins Feuer des Scheiterhaufens ihres toten Mannes stürzen, aber sie hatte ein kleines Kind, das sie daran hinderte. Für dieses Kind musste sie leben. Dann starb jedoch auch noch ihr Kind. Das war zu viel. Sie wurde fast wahnsinnig und fragte jeden, den sie traf: „Gibt es irgendwo einen Arzt, der meinen Sohn wieder lebendig machen kann? Ich habe nur für ihn gelebt; nun ist mein Leben nur noch Dunkelheit.“ Da Buddha gerade auf der Durchreise durch die Stadt war, sagten die Leute zu ihr: „Bring dein Kind zu Buddha. Erzähle ihm, dass du für dieses Kind gelebt hast und es nun gestorben ist. Bitte ihn: ,Rufe ihn wieder ins Leben zurück, denn du bist doch ein so großer Erleuchteter. Erbarme dich meiner!’

Sie ging zu Buddha, legte den Leichnam des Kindes zu seinen Füßen nieder und sagte: „Rufe ihn zurück ins Leben! Du kennst alle Geheimnisse des Lebens. Du hast den höchsten Gipfel der Existenz erreicht. Kannst du nicht für eine arme Frau ein kleines Wunder vollbringen?“

Buddha erwiderte: „Ich werde es tun, aber unter einer Bedingung.“ „Ich werde jede Bedingung erfüllen,“ sagte sie. Buddha: „Die Bedingung ist folgende: Geh durch die Stadt und bringe von jedem Haus, wo noch nie jemand gestorben ist, ein paar Senfkörner.“

Die Frau verstand nicht, was dahinter steckte. Sie ging zum ersten Haus, und man sagte ihr: „Ein paar Senfkörner? Wir können ein paar Ochsenkarren voller Senfkörner herbeischaffen, wenn Buddha deinen toten Sohn wieder zum Leben erweckt. Aber in unserer Familie haben wir den Tod schon so oft erlebt…“ Es war nur ein kleines Dorf und sie ging von Haus zu Haus. Alle waren bereit: „Wie viele Senfkörner willst du haben?“ Aber die Bedingung war nicht zu erfüllen, da der Tod in jeder Familie schon so oft gewesen war…

Am Abend hatte sie begriffen, dass jeder, der geboren wird, auch sterben muss. Wozu sollte also gerade sie ihr Kind zurückbekommen? Es würde ohnehin wieder sterben. Sie sah ein, dass es besser ist, für sich selbst das Ewige zu suchen – das, was niemals geboren wird und niemals stirbt. Sie kehrte mit leeren Händen zurück.

Buddha fragte: „Wo sind die Senfkörner?“ Sie lachte. Am Morgen war sie weinend zu ihm gekommen; nun lachte sie. Sie sagte: „Du hast mich überlistet! Jeder, der geboren wird, muss auch sterben. Es gibt auf der ganzen Welt keine Familie, in der niemand gestorben ist. Ich möchte nun nicht mehr, dass mein Sohn wieder zum Leben erweckt wird – wozu? Es geht nicht mehr um das Kind. Weihe mich ein in die Kunst der Meditation, damit ich in das Land, in den Raum der Unsterblichkeit gehen kann, wo Geburt und Tod niemals stattgefunden haben.“

Das nenne ich ein echtes Wunder. Er beseitigte das Problem mitsamt der Wurzel.

Freitag, 11. Juni 2010

Der Auβenseiter

Du fühlst dich also als Außenseiter. Das ist gut. Das ist die Übergangszeit. Jetzt mußt du darauf achten, nicht im Schmerz und Kummer zu versinken. Gott ist nicht mehr da – wer wird dich trösten? Du brauchst keinen Trost. Die Menschheit ist mündig geworden. Sei ein Mann, sei eine Frau – und steh auf eigenen Füßen….Du kannst mit der Existenz nur denn verbunden sein, wenn du nach innen gehst. Denn dort drinnen bist du immer noch verbunden. Du bist körperlich von deiner Mutter ent-bunden worden. Diese Trennung war absolut notwendig, damit du zu einem eigenständigen Individuum werden kannst. Aber vom Universum bist du nicht getrennt. Deine Verbindung mit dem Universum ist das Bewußtsein. Du kannst es nicht sehen, also mußt du sehr wach und aufmerksam tief nach innen gehen und Zeuge bleiben. Dann findest du die Verbindung. Der Buddha ist die Verbindung!
Osho God is Dead: Now Zen is the Only Living Truth Chapter 3

Donnerstag, 10. Juni 2010

Jenseits der Illusion

Es gibt nur einen Unterschied zwischen Traum und Wirklichkeit: Die Wirklichkeit erlaubt Zweifel, am Traum kannst du nicht zweifeln…Ich halte die Fähigkeit des Menschen zu zweifeln für einen großen Segen. Die Religionen sind seine Feinde, da sie Zweifel schon immer im Kein erstickt haben. Und sie haben ihre Gründe dafür: Sie wollen, daß die Menschen an die Illusionen glauben, die sie ihnen predigen…Warum haben Leute wie Buddha so eindringlich betont, daß die ganze Existenz vergänglich ist, daß sie aus demselben Stoff besteht, aus dem die Träume sind? Nur dein Selbst, das immer Zeuge bleibt, nur deine Bewußtheit ist beständig. Buddha meint nicht, daß die Bäume dort drüben nicht da sind, daß diese Säulen nicht da sind. Verstehe das Wort "Illusion" nicht falsch… Es ist mit Illusion übersetzt worden, aber Illusion ist nicht das richtige Wort. Illusionen existieren nicht. Die Realität existiert. Maya liegt genau dazwischen; sie existiert beinahe. Soweit es die alltäglichen Aktivitäten betrifft, kann man es als Realität betrachten. Nur im höchsten Sinne, vom Gipfel deiner Erleuchtung betrachtet, ist die Welt unreal, illusorisch.
Osho The Great Zen Master Ta Hui Chapter 12



Der Schmetterling  symbolisiert die äußere Welt, die immer in Bewegung ist, die nicht real sondern eine Illusion ist. Hinter dem Schmetterling sehen wir das Antlitz des Bewußtseins. Es schaut nach innen, auf das, was ewig ist. Zwischen den Augen ist eine Öffnung, die die Lotusblüte der spirituellen Entfaltung und die aufgehende Sonne der Bewußtheit enthüllt. Der innere Sonnenaufgang bedeutet Meditation.Wir werden ermahnt , nicht außerhalb von uns nach der Wirklichkeit zu suchen, sondern nach innen zu schauen. Wenn wir auf Äußerlichkeiten achten, verlieren wir uns oft in Werturteilen: "Das ist gut, jenes ist schlecht; das will ich, jenes will ich nicht. Diese Urteile halten uns in Illusionen, in unserem Schlaf, unseren Verhaltensmustern und Gewohnheiten gefangen. Laß deine Vorurteile beiseite und geh nach innen. Dort kannst du dich in deiner tiefsten Wahrheit entspannen. Dort ist der Unterschied zwischen Traum und Wirklichkeit längst klar.