...aus rechtlichen Gründen!

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Das "Tagebuch" wurde u.a. mit den Kartensets von www.osho.com durchlebt!

namasté ---> mach Dir doch zur Entspannung den PLAYER an!

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Namasté

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Freitag, 9. Juli 2010

Reisen

Das Leben geht weiter und immer weiter. Es hat kein Endziel, auf das es zustrebt. Nur eine Pilgerfahrt, eine Reise an sich ist das Leben, ohne irgendwo anzukommen, ohne Ziel; nur ein Tanz und eine Pilgerreise, auf der du fröhlich weiterziehst, ohne dich um das Ziel zu kümmern.Was machst du, wenn du am Ziel ankommst? Niemand stellt diese Frage, weil alle ein Ziel im Leben haben möchten. Aber was ist die Folge?Wenn du wirklich das Ziel des Lebens erreichst, was dann? Dann bist du echt in Verlegenheit! Jetzt kannst du nirgendwo mehr hingehen… Du hast das Endziel erreicht – und unterwegs hast du alles verloren. Du mußtest alles verlieren. Wenn du dann nackt am Ziel stehst, wirst du ganz dumm aus der Wäsche schauen: Wozu das Ganze? Du hast dich so sehr beeilt, du hast dir so viele Sorgen gemacht – und das ist nun das Ergebnis!
Osho Rinzai: Master of the Irrational Chapter 7

Donnerstag, 8. Juli 2010

Erfolg

Beobachte die Wellen des Meeres. Je höher die Welle ist, desto tiefer ist das Wellental danach. Einen Moment lang bist du die Welle, im nächsten Moment bist du das tiefe Tal, das darauf folgt. Genieße beides, werde nicht süchtig nach einem von beiden. Sage nicht: Ich möchte immer oben sein. Es ist nicht möglich. Sieh einfach die Tatsache ein, daß es nicht möglich ist. Es ist noch nie geschehen und wird nie geschehen. Es ist schlichtweg unmöglich. Es liegt nicht in der Natur der Dinge. Was sollst du also tun?Genieße es, auf der Welle zu reiten, solange sie da ist, und dann genieße das Tal, wenn es kommt. Was ist denn so schlimm im Tal? Was ist falsch daran, da unten zu sein? Es ist zur Entspannung da. Dort oben ist es aufregend, und niemand kann ständig aufgeregt sein.
Osho Returning to the Source Chapter 4

Mittwoch, 7. Juli 2010

Ganzheit

Der Unterschied zwischen Gräsern und Blüten ist genau so wie du, wenn du nicht weißt, daß du ein Buddha bist, und wenn du weißt, daß du ein Buddha bist. Im Grunde ist es gar nicht möglich, etwas anderes zu sein.Ein Buddha ist vollkommen erblüht, vollständig geöffnet. Sein Lotus, seine Blüte hat die Vollendung erreicht…Es ist sicher noch schöner, selbst vom Frühling erfüllt zu sein, als die Tautropfen zu sehen, die im Herbst auf die Lotusblätter fallen. Dabei ist das eine der schönsten Erfahrungen: zuzuschauen, wie im Herbst die Tautropfen auf den Lotusblättern in der Morgensonne wie echte Perlen glitzern. Aber es dauert natürlich nur einen Moment. Wenn die Sonne aufgeht, verdunsten die Tautropfen….Diese vorübergehende Schönheit kann man gewiß nicht mit dem ewigen Frühling deines Seins vergleichen. Du blickst zurück, so weit du kannst, und er ist schon immer da gewesen. Du blickst voraus, so weit du kannst, und staunst: Er ist dein eigenes Wesen! Wo immer du bist, ist er da, und die Blüten werden immer weiter auf dich herabfallen. Das ist der Frühling deiner Seele.
Osho No Mind: The Flowers of Eternity Chapter 5

Dienstag, 6. Juli 2010

flower of life

Harmonie

Hör auf dein herz, geh mit deinem Herzen, auch wenn alles auf dem Spiel steht.Ein Zustand vollkommener Einfachheit,der nicht weniger kostet als allesEinfach sein ist schwer, denn es kostet alles, was du hast, um einfach zu sein. Du mußt alles verlieren, um einfach zu sein. Deshalb sind die Menschen lieber kompliziert und haben vergessen, wie man einfach ist.Doch nur ein einfaches Herz geht mit Gott Hand in Hand. Nur ein einfaches Herz singt mit Gott in tiefer Harmonie. Um an diesen Punkt zu kommen, mußt du dein Herz finden, deinen eigenen Puls, deinen eigenen Herzschlag.
Osho Dang Dang Doko Dang Chapter 3

Montag, 5. Juli 2010

Stress

Alle privaten Ziele sind neurotisch. Wer seine Essenz kennt, weiß und spürt: "Ich bin nicht getrennt vom Ganzen, ich brauche nicht selber nach einer Bestimmung zu suchen. Die Dinge geschehen, die Welt dreht sich – nennt es Gott – er macht die Dinge. Sie geschehen von selbst. Ich muß nicht kämpfen, mich nicht anstrengen. Ich brauche mich um nichts zu bemühen. Ich kann mich einfach entspannen und sein." Ein Mensch mit Essenz ist kein Macher; ein Mensch ohne Essenz ist ein Macher. Deshalb ist dieser natürlich in Sorge und Angst, unter Spannung und Streß; er sitzt ständig auf einem Vulkan. Er kann jeden Moment explodieren, da er in einer Welt der Unsicherheit lebt und glaubt, sie sei sicher. So entsteht Spannung in ihm, denn eigentlich weiß er, daß nichts sicher ist.
Osho A Sudden Clash of Thunder Chapter 3

Sonntag, 4. Juli 2010

Kompromiss

Sei nicht zu klug, sonst bleibst du derselbe und änderst dich nie. Halbherzige Techniken auf dem Weg der Liebe und halbherzige Techniken auf dem Weg der Meditation werden dich zu sehr verwirren. Sie werden dir nicht helfen….Aber das Ego wehrt sich dagegen, um Hilfe zu bitten, deshalb versuchst du, Kompromisse zu schließen. Dieser Kompromiss ist noch gefährlicher; er wird dich noch mehr verwirren, weil er schon aus Verwirrung entstanden ist.Versuche also zu verstehen, warum du unbedingt Kompromisse willst. Früher oder später wirst du verstehen, daß dir ein Kompromiss nicht weiterhilft. Der Kompromiss kann ein Trick sein, überhaupt keine Richtung einzuschlagen oder deine Verwirrung zu überspielen. Das wird sich rächen. Überspiele nichts; sei dir klar über deine Situation. Und wenn du verwirrt bist, vergiß nicht, daß du verwirrt bist. Das ist die erste klare Einsicht: daß du verwirrt bist. Deine Reise hat begonnen.
Osho Dang Dang Doko Dang Chapter 4


Im alten Japan bestand die Dienerschaft an fürstlichen Höfen oft aus Bagatellverbrechern, die man kastriert hatte. Da sie über die Interna am Hof bestens Bescheid wußten, standen sie oft im Mittelpunkt politischer und gesellschaftlicher Intrigen und übten große Macht hinter den Kulissen aus. Das erinnert an schäbige oder verschwörerische Situationen, in die wir geraten, wenn wir Kompromisse machen und unsere eigene Wahrheit verraten. Man kann zwar anderen entgegenkommen, akzeptieren, daß sie einen anderen Standpunkt haben, und sich bemühen, gegensätzliche Kräfte in Harmonie zu bringen. Aber klein beigeben und Kompromisse auf Kosten der eigenen Wahrheit machen, ist etwas anderes. Wenn wir genau hinschauen, stellen wir fest, daß wir versuchen, damit etwas zu erreichen – sei es Macht oder die Anerkennung von anderen. Falls du vor einer solchen Situation stehst, nimm dich in acht: Kompromisse hinterlassen immer einen üblen Nachgeschmack.

Samstag, 3. Juli 2010

Meditation für den Tag: Dankbarkeit

In dem Augenblick, wo man in der Lage ist dankbar für alles zu sein, sowohl für Schmerz als auch für Freude, ohne einen Unterschied zu machen, ohne das eine oder andere zu wählen, einfach dankbar zu sein für alles, was einem gegeben wird… Denn wenn es von Gott gegeben ist, muss es einen Grund haben. Ob wir es mögen oder nicht – es ist offenbar notwendig für unser Wachstum.

Sowohl der Winter als auch der Sommer sind für das Wachstum nötig. Wenn diese Erkenntnis tief in unserem Herzen verankert ist, dann ist jeder Augenblick des Lebens voller Dankbarkeit.

Mache dir dies zur Meditation oder zum Gebet: Danke Gott jeden Augenblick – für das Lachen und für die Tränen, einfach für alles. Dann wirst du sehen, wie in deinem Herzen eine Stille entsteht, die du bisher noch nicht erfahren hast. Das ist Seligkeit.


 Eine Nacht ohne Quartier

Es geht darum, das Leben so anzunehmen, wie es ist. Nimmt man es an, verschwinden die Wünsche. Nimmt man das Leben, wie es ist, dann verschwinden Spannungen, dann verschwindet Unzufriedenheit. Wenn man es annimmt, wie es ist, beginnt man sich sehr zu freuen, und das ohne jeden Grund!

Solange Freude einen Grund hat, währt sie nicht lange. Freude, die man ohne jeden Grund verspürt, wird ewig währen.

Diese Geschichte trug sich in Japan im Leben von Rengetsu zu, einer hoch geachteten Zen-Anhängerin. Es gibt nur wenige Frauen, die im Zen zur höchsten Wahrheit gelangt sind; Rengetsu ist eine ihnen.

Sie war auf einer Pilgerreise und kam bei Sonnenuntergang in ein Dorf, wo sie um Unterkunft bat. Doch die Dorfbewohner schlugen ihr die Tür vor der Nase zu. Sie waren wohl traditionell und gegen Zen eingestellt. Zen ist so revolutionär, so rebellisch, dass es traditionellen Menschen sehr schwer fällt, es anzunehmen. Wer es annimmt, wird transformiert; wer es annimmt, geht durchs Feuer und wird nie wieder derselbe sein. Traditionelle Menschen waren schon immer gegen alles, was an der Religion echt ist. Tradition ist das Unechte an der Religion. Es lebten also in diesem Dorf wahrscheinlich traditionelle Buddhisten, die Rengetsu keine Bleibe im Dorf geben wollten und sie hinauswarfen.

Die Nacht war kalt und die alte Frau ohne Bleibe, und sie war hungrig. Sie musste einen Kirschbaum auf dem Felde zu ihrem Dach machen. Es war wirklich kalt, so dass sie nicht gut schlief. Und gefährlich war es auch – wilde Tiere und alle möglichen Geräusche… Um Mitternacht wachte sie auf – sie fror erbärmlich – und erblickte über sich im Nachthimmel die vollends geöffneten Kirschblüten, die dem verschleierten Mond zulächelten. Überwältigt von dieser Schönheit stand sie auf und verbeugte sich mit folgenden Worten in Richtung des Dorfes:

Da sie so freundlich waren, mir die Unterkunft zu verweigern, fand ich mich unter Blüten wieder in der Nacht des verschleierten Mondes.

Sie verspürt echte Dankbarkeit. Aus tiefstem Herzen dankt sie den Leuten, die ihr die Unterkunft verweigert hatten, da sie sonst unter einem gewöhnlichen Dach geschlafen und diesen Segen versäumt hätte – diese Kirschblüten und ihr Wispern unter dem verschleierten Mond, diese Stille der Nacht, die tiefe Stille der Nacht. Sie ist ihnen nicht böse, sie nimmt es an. Und sie nimmt es nicht nur an, sondern sie begrüßt es, sie ist dankbar.

Ein Mensch wird augenblicklich zum Buddha, wenn er alles, was das Leben bringt, mit Dankbarkeit annimmt.