...aus rechtlichen Gründen!

Alles im Bog ist nur für den persönlichen, unkommerziellen Gebrauch bestimmt!
Das "Tagebuch" wurde u.a. mit den Kartensets von www.osho.com durchlebt!

namasté ---> mach Dir doch zur Entspannung den PLAYER an!

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Namasté

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Donnerstag, 15. Juli 2010

Gemächlichkeit

Meditation ist eine Art Medizin – sie ist nur zum vorübergehenden Gebrauch. Wenn du ihre Eigenschaften gelernt hast, brauchst du Meditationen nicht mehr zu machen. Dann breitet sich Meditation in deinem Leben aus.Gehen ist Zen, Sitzen ist Zen.Was sind denn die Eigenschaften? Aufmerksam, wach, fröhlich, unmotiviert, in seiner Mitte, liebevoll und fließend – so geht man. Und das Gehen ist ein Schlendern. Liebevoll, wach und aufmerksam sitzt man, ohne Motiv. Man sitzt nicht zu einem bestimmten Zweck; man genießt einfach, wie schön es ist zu sitzen, ohne etwas zu tun, so entspannend, so ruhig! Nach einem langen Spaziergang sitzt du unter einem Baum, und es kommt eine kühle Brise. Jeden Moment kann man mit sich selbst im Reinen sein – ohne den Versuch, sich zu verbessern, ohne an sich arbeiten zu müssen, ohne etwas üben zu müssen.Gehen ist Zen, Sitzen ist Zen,Beim Sprechen oder Schweigen, beim Gehen oder StehenDie Essenz ist gelassen.Die Essenz ist gelassen: Das ist das Schlüsselwort, das ist der Kernsatz. Tu, was du tust; im innersten Kern bleibst du jedoch gelassen, entspannt, ruhig, zentriert.
Osho The Sun Rises in the Evening Chapter 7

Mittwoch, 14. Juli 2010

Konditionierung

Solange du deine Persönlichkeit nicht aufgibst, kannst du deine Individualität nicht finden. Individualität wird dir von der Existenz geschenkt, die Persönlichkeit wird dir von der Gesellschaft aufgezwungen. Die Persönlichkeit ist gesellschaftlich angepaßt.Die Gesellschaft kann Individualität nicht dulden, denn Individualität kann nicht wie ein Schaf folgen. Individualität ist die Eigenschaft des Löwen; der Löwe geht seinen Weg allein.Schafe bewegen sich stets in der Herde, in der Hoffnung, daß ihnen die Herde Geborgenheit gibt. In der Herde fühlt man sich eher beschützt und sicher. In der Herde besteht jede Möglichkeit, einem möglichen Angreifer zu entkommen. Aber allein? Nur Löwen bleiben allein.Ihr alle werdet als Löwen geboren, aber die Gesellschaft konditioniert euch, programmiert euch zu Schafen. Sie gibt euch eine Persönlichkeit, eine behagliche, nette, angepaßte und sehr gehorsame Persönlichkeit. Die Gesellschaft will Sklaven, keine Menschen, die sich absolut der Freiheit verschrieben haben. Die Gesellschaft will Sklaven, weil nur Gehorsam den Mächtigen Profite bringt.
Osho One Seed Makes the Whole Earth Green Chapter 4

Dienstag, 13. Juli 2010

Fülle

Im Osten hat man den Körper verdammt, hat man das Materielle verdammt, hat die Materie als "Illusion", als Maya bezeichnet, die nicht wirklich existiert sondern nur scheinbar existiert; sie ist aus dem Stoff gemacht, aus dem die Träume sind. Man hat die Welt verleugnet, und das ist der Grund, warum der Osten arm, krank und hungrig bleibt.

Die eine Hälfte der Menschheit hat die innere Welt bejaht und die äußere geleugnet. Die andere Hälfte der Menschheit hat die materielle Welt bejaht und die innere Welt geleugnet. Beide sind nur halb, und ein halber Mensch kann niemals zufrieden sein.

Ihr müßt vollständig sein – reich im Körper, reich in der Wissenschaft, reich in der Meditation, reich im Bewußtsein. Nur wer ganz und heil ist, ist auch heilig – so sehe ich es.

Ich möchte, daß Zorba und Buddha zusammentreffen. Zorba allein ist hohl. Sein Tanz ist nicht von Bedeutung für die Ewigkeit. Schon bald wird er seiner müde. Wenn du nicht über die unerschöpflichen Quellen verfügst, die dir der Kosmos selbst zugänglich macht…wenn du nicht existentiell wirst, kannst du nicht ganz und heil werden. Das ist mein Beitrag zur Menschheit – der ganzheitliche Mensch.
Osho Communism and Zen Fire, Zen Wind Chapter 2

Montag, 12. Juli 2010

"frei fliegen!"

Meditation für den Tag: Hoffnung

An der Liebe kannst du dich nur dann wirklich freuen, wenn du die Freude des Alleinseins erfahren hast. Denn nur dann hast du etwas, das du teilen kannst. Ansonsten können zwei Bettler, die sich begegnen und aneinander klammern, niemals zusammen glücklich sein. Sie machen sich gegenseitig unglücklich, weil jeder von ihnen hofft, und umsonst hofft, dass der andere ihn erfüllen wird. Und der andere hofft dasselbe. Sie können einander nicht erfüllen. Sie sind beide blind; sie können einander nicht helfen.
 
Im Dschungel verirrt
 
Ich habe von einem Jäger gehört, der sich im Urwald verirrt hatte. Drei Tage lang konnte er niemanden finden, den er nach dem Weg hätte fragen können. Er geriet immer mehr in Panik – drei Tage ohne Essen, drei Tage in ständiger Angst vor wilden Tieren. Drei Tage lang war er nicht imstande gewesen zu schlafen; er hatte wach auf einem Baum gesessen, aus Angst angegriffen zu werden. Es gab Schlangen, es gab Löwen und andere wilde Tiere.

Am vierten Tage sah er frühmorgens einen Mann unter einem Baum sitzen. Man kann sich seine Freude vorstellen. Er rannte hin, umarmte den Mann und rief: „Was für eine Freude!“ Der andere umarmte ihn auch, und beide waren überglücklich. Dann fragte der eine den anderen: „Warum bist du denn so glücklich?“

Der erste sagte: „Ich hatte mich verirrt und gehofft, einem Menschen zu begegnen.“ Und der andere sagte: „Ich habe mich auch verirrt und hoffte, jemandem zu begegnen. Aber wenn wir uns beide verirrt haben, ist es idiotisch, sich so zu freuen. Jetzt sind wir gemeinsam verirrt.“

Genau das geschieht immer wieder. Du bist einsam; der andere ist einsam – nun trefft ihr euch. Zuerst kommen die Flitterwochen, die Begeisterung, dass ihr euch begegnet seid. Nun seid ihr nicht mehr so einsam. Doch nach drei Tagen – oder wenn ihr intelligent genug seid nach drei Stunden… Es hängt ganz von eurer Intelligenz ab. Wenn man beschränkt ist, dauert es länger, da man noch nichts gelernt hat. Ein intelligenter Mensch merkt es ansonsten gleich nach drei Minuten: „Was wollen wir voneinander? Es wird nicht klappen. Der andere ist ebenso einsam wie ich. Wenn wir nun zusammen leben, treffen zwei Einsamkeiten aufeinander. Zwei Wunden können sich nicht gegenseitig helfen geheilt zu werden.“

Wir gehören alle zusammen. Kein Mensch ist eine Insel. Wir gehören zu einem unsichtbaren, jedoch unendlich großen Kontinent. Unsere Existenz ist grenzenlos. Doch solche Erfahrungen machen nur Menschen, die sich selbst verwirklichen, die eine so große Liebe für sich selbst haben, dass sie die Augen schließen und allein sein können und dabei vollkommen selig sind. Nur darum geht bei Meditation.

Meditation heißt, dein Alleinsein ekstatisch zu genießen. Wenn du mit deinem Alleinsein so glücklich wirst, dann wird dein Glück bald so groß, dass du es nicht mehr bei dir behalten kannst. Es beginnt überzufließen. Und wenn es aus dir überfließt, verwandelt es sich in Liebe.

Durch Meditation kann Liebe geschehen. Und Menschen, die keine Meditation erfahren haben, werden niemals wissen, was Liebe ist. Vielleicht geben sie vor zu lieben, aber sie können es nicht. Sie machen es sich nur vor, denn sie haben nichts zu geben, sie sind nicht am Überfließen. Liebe ist Teilen. Aber bevor du sie teilen kannst, musst du sie haben. Meditation sollte den Vorrang haben.

Meditation ist die Mitte – Liebe umgibt sie. Meditation ist die Flamme – Liebe ist die Ausstrahlung davon. Meditation ist die Blume – Liebe ist ihr Duft.
 (osho)
 
 

Sonntag, 11. Juli 2010

Reife

Nur wenn Dir die Meditation ein Licht geschenkt hat, das in jeder Nacht scheint, dann wird selbst der Tod für dich kein Tod sein, sondern eine Tür zum Göttlichen. Mit dem Licht in deinem Herzen verwandelt sich der Tod selbst in eine Tür, durch die du in den Geist des Universums eintrittst und eins mit dem Ozean wirst. Und ohne diese ozeanische Erfahrung ist dein Leben umsonst gewesen.Zeit ist immer Jetzt; die Frucht ist immer reif. Du mußt nur Mut fassen, um in deinen inneren Wald einzudringen. Die Frucht ist immer reif, und der Zeitpunkt ist immer richtig. So etwas wie den falschen Zeitpunkt gibt es nicht.
Osho A Sudden Clash of Thunder Chapter 6


Wenn die Frucht reif ist, fällt sie von selbst vom Baum. Einen Augenblick lang hängt sie noch voller Saft am Stiel, und im nächsten Moment fällt sie – nicht weil jemand sie dazu zwingt oder sie sich die Mühe machen muß zu springen, sondern weil der Baum erkennt, daß sie reif ist. Er läßt sie einfach los.
Das bedeutet, daß man jetzt bereit bist, den inneren Reichtum, den "Saft" mit anderen zu teilen. Du brauchst nichts anderes tun, als genau dort, wo du gerade bist, entspannt und offen zu sein für alles, was kommt. Es gibt viele Bereiche, wo du dich mitteilen und kreativ ausdrücken kannst – deine Arbeit, deine Beziehungen, dein Alltagsleben. Du brauchst dich weder darauf vorbereiten noch dich dafür anstrengen. Es ist einfach die richtige Zeit.

Samstag, 10. Juli 2010

Verspieltheit

In dem Moment, wo du das Leben als etwas Un-ernstes, als Spiel betrachtest, verschwindet die ganze Last von deinem Herzen. Die ganze Angst vor dem Tod, vor dem Leben, vor der Liebe – alles verschwindet. Man beginnt mit sehr leichtem Gewicht oder fast ohne Gewicht zu leben. man wird so gewichtslos, daß man in den offenen Himmel fliegen kann.Der größte Verdienst des Zen besteht darin, eine Alternative zum ernsthaften Menschen zu bieten.Der ernsthafte Mensch hat die Welt gemacht; der ernsthafte Mensch hat alle Religionen gemacht. Er hat alle Philosophien, alle Kulturen, alle Moralvorstellungen geschaffen. Alles, was um uns herum besteht, ist eine Schöpfung des ernsten Menschen.Zen ist aus der Welt der Ernsthaftigkeit ausgestiegen. Es hat eine eigene Welt geschaffen, die sehr spielerisch und voller Lachen ist, wo sich selbst die großen Meister wie Kinder verhalten.
Osho Nansen: The Point of Departure Chapter 8

Freitag, 9. Juli 2010

Meditation für den Tag: Herausforderung

Leiden bedeutet nur, dass die Dinge, wie sie sind, nicht zu deinen Wünschen passen. Und sie passen nie zu deinen Wünschen; das können sie gar nicht. Die Dinge folgen ihrer Natur. Bei Lao-Tse heißt es Tao; Buddha nennt diese Natur der Dinge Dhamma. Und Mahavir hat Religion als „die Natur der Dinge“ bezeichnet. Man kann nichts tun. Feuer ist heiß, und Wasser ist kühl.

Ein weiser Mensch entspannt sich mit der Natur der Dinge; er folgt der Natur der Dinge. Und wenn du der Natur der Dinge folgst, dann wird kein Schatten geworfen. Es gibt kein Leiden mehr. Dann hat sogar Traurigkeit etwas Leuchtendes; es ist etwas Schönes, traurig zu sein. Es ist nicht so, dass man nicht mehr traurig ist. Die Traurigkeit kommt, aber sie ist nicht dein Feind. Du freundest dich mit dir an, weil du ihre Notwenigkeit einsiehst. Du wirst sie als Gnade ansehen, und du wirst in der Lage sein zu sehen, warum sie da ist und warum sie gebraucht wird.



Das Gleichnis vom Bauern und vom Weizen


Ich habe ein altes Gleichnis gehört. Es muss uralt sein, weil Gott zu jener Zeit noch auf Erden weilte. Eines Tages kam ein Mann zu ihm, ein alter Bauer, der zu ihm sagte: „Schau, du magst ja Gott sein und die Welt erschaffen haben, aber eines muss ich dir sagen: Ein Bauer bist du nicht. Du kennst nicht einmal das ABC der Landwirtschaft. Du hast noch einiges zu lernen.“

„Was rätst du mir?“ fragte Gott.

Der Bauer sagte: „Gib mir ein Jahr Zeit und lass die Dinge nach meinem Willen geschehen, und wart ab, was passiert. Es wird keine Armut mehr geben.“

Gott willigte ein, und der Bauer bekam ein Jahr. Natürlich bestellte er nur das Beste; er dachte nur an das Beste – keine Gewitter, keine Stürme, keine Gefahren für die Ernte. Alles war angenehm, behaglich, und er freute sich sehr. Der Weizen wuchs so hoch! Wenn er Sonne wollte, schien die Sonne; wenn er Regen wollte, regnete es, so viel er wollte. In diesem Jahr lief alles richtig, mathematisch richtig. Aber als der Weizen geerntet wurde, waren keine Körner darin.

Der Bauer war erstaunt. Er fragte Gott. „Was ist passiert? Was ist schief gelaufen?“

Gott sprach: „Da es keine Herausforderung gab, keine Reibung, und du alles vermieden hast, was schlecht war, ist der Weizen unfruchtbar geblieben. Ein bisschen Kampf gehört dazu. Stürme sind nötig, und Donner und Blitze sind nötig. Sie rütteln die Seele im Weizen wach.“

Dieses Gleichnis ist sehr wertvoll. Wenn du immer nur glücklich und glücklich und wieder glücklich bist, verliert das Glück jeden Sinn. Es ist, als würde jemand mit weißer Kreide auf eine weiße Wand schreiben. Er kann so viel schreiben, wie er will, aber niemand wird es lesen. Man muss auf eine schwarze Tafel schreiben, dann tritt der Kontrast klar hervor.

Die Nacht ist ebenso nötig wie der Tag. Und Tage, an denen man traurig ist, sind ebenso wichtig wie die Tage, an denen man glücklich ist. Das nenne ich Weisheit. Wenn du dies begriffen hast, entspannst du dich. Und in der Entspannung ist Demut. Du sagst: „Dein Wille geschehe!“ Du sagst: „Tu das, was du für richtig hältst. Wenn heute Wolken nötig sind, dann gib mir Wolken. Höre nicht auf mich, denn mein Verständnis ist so winzig klein. Was weiß ich vom Leben und seinen Geheimnissen? Höre nicht auf mich! Lass deinen Willen einfach weiter geschehen!“ Und im Laufe der Zeit, je mehr du den Rhythmus des Lebens erkennst, den Rhythmus der Dualität, den Rhythmus der Polarität, wirst du immer weniger begehren, immer weniger wählen.

Und das ist das ganze Geheimnis. Lebe mit diesem Geheimnis, und plötzlich erlebst du eine Überraschung: Was für ein großer Segen ist das Leben! Wie sehr wirst du mit jedem Augenblick beschenkt!(osho)