Es ist erstaunlich, was dieser Tage möglich ist: Ein Kinofilm, der dem Phänomen Lichtnahrung unvoreingenommen und sachlich auf den Grund geht, wäre vor ein paar Jahren wohl kaum denkbar gewesen. Der Produzent der erfolgreichen Dokumentationen "We feed the World" und "Let's Make Money" legt mit "Am Anfang war das Licht" eine Dokumentation vor, die für hitzige Debatten sorgen dürfte. Nächste Woche startet der Film in Österreich - und die Österreichische Filmbewertungskommission hat dem Film schon mal die höchste Auszeichnung verliehen, die sie zu vergeben hat- Prädikat: Besonders Wertvoll! Gibt es Menschen, die ohne Nahrung leben? Ist das Schwindel? Esoterik-Unsinn? Oder Tatsache? Seit Jahren scheiden sich am Phänomen Lichtnahrung die Geister. |
Dienstag, 19. Oktober 2010
Am Anfang war das Licht: Ein Kinofilm über Lichtnahrung !
Montag, 18. Oktober 2010
Die Ganzheit des Selbst
Die Ganzheit des Selbst ist die Einheit von Nagual und Tonal. Damit umfaßt sie alle unsere menschlichen Möglichkeiten der Wahrnehmung. Die Ganzheit des Selbst ist es auch, die es dem Krieger ermöglicht, schließlich als eine körperliche Einheit zu handeln. Er ist dann weit mehr als die Summe seiner Teile und kann nach einem Leben harter Arbeit als ein freies Energiefeld in die Weiten der Unendlichkeit verschwinden.
»Freiheit ist ein Abenteuer ohne Ende, bei dem wir unsere Leben riskieren und viel mehr, für ein paar Momente von etwas, jenseits von Worten, jenseits von Gedanken oder Gefühlen.«
Don Juan Matus in Carlos Castaneda, Die Kunst des Träumens.
»Freiheit ist ein Abenteuer ohne Ende, bei dem wir unsere Leben riskieren und viel mehr, für ein paar Momente von etwas, jenseits von Worten, jenseits von Gedanken oder Gefühlen.«
Don Juan Matus in Carlos Castaneda, Die Kunst des Träumens.
Sonntag, 17. Oktober 2010
erLeuchten...
Sie können weißes schützendes Licht auf der eine Seite lediglich als Methode ansehen, um dem Unterbewusstsein zu signalisieren, dass es wachsam sein und die Signale, die es in Form von Duft, Klang, Bewegung, Wärme usw. an andere aussendet entsprechend anpassen soll. Man kann es aber auch als Mittel betrachten, mit dem Sie tatsächlich aktiv ein schützendes Chi-Kraftfeld aufbauen können (wobei es ehrlich gesagt ziemlich egal ist, wie Sie es sehen, weil es in jedem Fall funktioniert).
Stellen Sie sich vor, dass Ihr Körper von einer großen Kugel aus superhellem weißem Licht umgeben ist, die sich von Ihrem inneren Kern aus mehrere Meter um Sie herum erstreckt.
Als nächstes lassen Sie die Kugel rotieren.
Beginnen Sie mit einer Drehung im Uhrzeigersinn. Erhalten Sie diese aufrecht und stellen Sie sich dann – sofern es Ihnen möglich ist – gleichzeitig eine Bewegung gegen den Uhrzeigersinn vor, beide mit Lichtgeschwindigkeit.
Wenn Sie sich das auch nur eine Nanosekunde vorstellen können, reicht es aus, um ein effektives und schützendes Kraftfeld um Sie herum zu aktivieren, das alle schädlichen Energien abwehrt.
Stellen Sie sich vor, dass Ihr Körper von einer großen Kugel aus superhellem weißem Licht umgeben ist, die sich von Ihrem inneren Kern aus mehrere Meter um Sie herum erstreckt.
Als nächstes lassen Sie die Kugel rotieren.
Beginnen Sie mit einer Drehung im Uhrzeigersinn. Erhalten Sie diese aufrecht und stellen Sie sich dann – sofern es Ihnen möglich ist – gleichzeitig eine Bewegung gegen den Uhrzeigersinn vor, beide mit Lichtgeschwindigkeit.
Wenn Sie sich das auch nur eine Nanosekunde vorstellen können, reicht es aus, um ein effektives und schützendes Kraftfeld um Sie herum zu aktivieren, das alle schädlichen Energien abwehrt.
(barfußdoktor)
Samstag, 16. Oktober 2010
Jesus soll gesagt haben: Die Wahrheit wird euch frei machen!
Um frei zu sein, bedarf es also der Wahrheit. Der Wahrheit über mich selbst. Das ist, was durch das Wort "Erleuchtung" angedeutet werden soll. Sie besagt, dass wir in Wahrheit frei sind. Wie jeder Mensch, wie jeder Stein, wie alles, was in diesem Universum zutage tritt. Andererseits kann mich nichts frei machen: Kein Job, kein Geld, keine Beziehung. Kein Umstand der Welt kann das bewerkstelligen. Denn alle Umstände sind dazu da, mich gefangen zu nehmen und zu binden. Schon deshalb, weil ich durch meine Wünsche meine Freiheit von den Umständen abhängig mache. Deshalb versuchen wir ja alle so krampfhaft, auf die Umstände einzuwirken.
Wer kennt einen Menschen, der frei ist? Ist es Robbie Williams oder Mick Jagger? Nur weil sie ihre Hotelzimmer regelmässig zerlegen und dafür bewundert werden? Oder Benedikt der XVI.? War Hemingway frei? Sind es deine Eltern oder Leher? Sind es unsere Politiker oder Wirtschaftslenker? Die Motivationsgurus oder die Neuevangelisten? Natürlich nicht! Aber wie sollen wir die Freiheit verstehen, wenn wir niemanden kennen, der sich in einem solchen Zustand befindet? Sollten wir den Freiheitsbegriff Guido Westerwelles F.D.P. überlassen? Oder die Freiheit in Drogen suche, in psychedelischen Sphären? Im weiten Land der Bewusstseinszustände, die der guten Ordnung halber verboten sind? Nein! Denn auch hier gilt: Eine von Drogen abhängige Freiheit führt in eine neue Gefangenschaft. Wir können also realisieren, dass wir nicht wissen, wo wir die Freiheit suchen sollen! Deshalb lohnt es sich, tiefer zu schauen: Ich kann nicht durch etwas, sondern nur von etwas frei werden. Von meinen Illusionen. Z.B. frei von dem Wahn, mich selsbt in Szene setzen zu wollen. Frei selbst von dem Wunsch, dass ich endlich glücklich sein sollte. Freiheit im eigentlichen Sinne ist also ein negativer Zustand. Und das ist äusserst angenehm. Denn mir fehlt nichts. Mit mir ist nichts falsch. Nichts muss, alles kann sich ändern. Jedes Gefühl und jeder Gedanke sind in Ordnung.Nicht, weil ich mir das suggeriere, sondern ganz einfach deshalb, weil sie wenn sie sich zeigen, schon da sind. Und das, was ist, darf sein.
Wer von der Freiheit gekostet hat, erkennt, dass er nicht einmal an seine eigene Meinung gebunden ist. Sie ist einfach die momentan vorherrschende Tendenz. Sie will mir etwas zu verstehen geben. Tendenzen sind weder richtig noch falsch. Sie weisen einfach darauf hin, dass da etwas ist. Etwas, dass für mich wichtig werden soll.
Der Erleuchtung geht die Einsicht voraus, dass du gerade so zu sein hast, wie du zu sein glaubst. Nur ist das, was du glaubst nicht, wer du bist. "Ich kenne mich unterdessen gut genung ..." "Ich habe gelernt, damit umzugehen ..." Wie bitte?! Wer kennt sich gut genug? Wenn du nicht bist, was du kennst, wer bist du dann?
Vielleicht entdeckst du, dass du ganz klein bist, löst dich in der erkenntnis auf und verschwindest darinnen. Oder du erkennst, dass du alles bist, gehst über die Erkenntnis hinaus und findest dich in allem wieder.
Ist das nicht erstaunlich: Wir wissen, dass Energie nicht verloren gehen kann, aber wir verstehen nicht, was das bedeutet. Ganz einfach, weil wir alles aus einer festhaltenden Perspektive verstehen wollen. Und eben das ist unmöglich! Niemand ausser Gott - der Kosmos - hat die Fähigkeit, als Erscheinung ins Leben zu treten. Und Gott - der Kosmos - trägt keinen Widerspruch in sich.
Erleuchtung passiert, wenn du dem Passierenden nichts mehr entgegen zu setzen hast. Erst dann bist du frei, zu tun, was durch dich getan werden soll. Unabhängig davon, ob es von Erfolg gekrönt sein wird ... Du hast keine Wahl mehr und wirst, wer du bist und immer warst: Ein kosmisches Werkzeug, dass den Wandel unterworfen ist. Du wirst bei vollem Bewusstsein neu geboren. Ohne Geschrei, nicht wie ein kleines Kind. Jetzt kennst du die Wahrheit und bist frei.
(Artikel im Connection-spirit / November 2006 / Daniel Herbst)
Freitag, 15. Oktober 2010
Der Krieg der Idiotenblumen - Seth Band 2
über das innere Wachstum ...
"Du brauchst dir keine so große Mühe zu geben. Wenn du deinem inneren Selbst vertraust, dann wächst du so,
wie eine Blume wächst. Die Blume wächst richtig, und sie gibt sich keine Mühe zu wachsen, und sie sagt sich nicht:
'Ich muß um Himmels Willen bis morgen nacht in der Dämmerung zwei Zentimeter wachsen!' Eine Blume ist,
und sie erlaubt sich zu wachsen, und sie ist sich ihres Ist und des Geistes von Allem-Was-Ist in sich sicher.
Nun, Gutsein ist so natürlich wie eine Blume, die wächst. Wenn aber eine Blume innehalten würde,
wenn die Sonne auf sie schiene, und wenn sie anfinge nachzudenken und zu sagen: 'Warte mal!
Sollte ich nach links wachsen, oder sollte ich nach rechts wachsen? Ist es gut, daß die Sonne auf mich scheint,
oder ist es zu leicht für mich, im Licht der Sonne zu wachsen, und sollte ich deshalb nicht lieber versuchen,
in der Dunkelheit zu wachsen? Sollte ich zwei Zentimeter nach rechts wachsen oder zwei Zentimeter nach links?
Ich muß mir Mühe geben zu wachsen! Ich muß ein Ego und einen Intellekt entwickeln, und ich muß versuchen,
diese Sonne zu erreichen, die Gott ist, und ich muß hart arbeiten, denn wenn ich mir keine Mühe gebe,
werde ich auch nichts erreichen - und ich muß es erreichen.
Aber neben unserer intellektuellen, gewissenhaften Blume ist da ein Idiot von einer Blume!
Und der Idiot von einer Blume steht da und fühlt die Sonne in ihrem Gesicht und öffnet ihre Blütenblätter und sagt,
"Dies ist die Sonne, und sie ist gut in mir; es ist der Geist des Wachstums, und ich werde ihm folgen und ihm Freiheit geben;
und es ist mir egal, ob ich nach rechts oder nach links wachse,
denn in völligem Vertrauen auf den Geist in mir weiß ich, daß ich richtig wachsen werde.'
Und so wächst sie, unsere Idiotenblume, und sie wächst von innen heraus. Und sie ist vollkommen,
und sie ist stark, aber neben ihr ist da unsere intellektuelle und spirituelle Blume. Und diese Blume sagt,
'Schon wieder! Drei Uhr nachmittags, die Schatten kommen, und die Schatten sind böse,
und diese Sonne wird schwächer, und die Nacht kommt, und die Nacht ist böse; und ich muß mir überlegen,
wie ich diese Gegner am besten vernichten kann ... und es ist leicht zu versagen
und meine Fähigkeiten nicht zu nutzen und nicht zu wachsen!'
Und siehe da, am Morgen geht die Sonne auf, und was finden wir vor?
Unsere Idiotenblume in voller Blüte in der Morgensonne, und unsere andere Blume mit einem Blatt so
[Seth ließ seine Hand über die Stuhllehne hängen] und einem Blatt so [sein anderer Arm war in die Luft gereckt],
und mit gesenktem Kopf, und sie denkt immer noch über die Natur von Gut und Böse
nach und traut dem Geist der Lebenskraft, der in ihr ist, immer noch nicht;
und deshalb hört sie nicht auf die innere Stimme ... sondern fragt an jedem Punkt und zu jeder Stunde:
'Welchen Weg soll ich bloß einschlagen? Soll ich das Sonnenlicht annehmen oder den Regen?
Oder sind das böse Kräfte?' Und sie sagt sich immer wieder, daß es schwer ist zu wachsen und leicht zu sterben.
Sie sagt sich immer und immer und immer wieder - jetzt in metaphysischem Sinn
- daß es schwer ist, gut zu sein, und leicht, böse zu sein.
Und das ist ein Selbstbetrug!"
"Du brauchst dir keine so große Mühe zu geben. Wenn du deinem inneren Selbst vertraust, dann wächst du so,
wie eine Blume wächst. Die Blume wächst richtig, und sie gibt sich keine Mühe zu wachsen, und sie sagt sich nicht:
'Ich muß um Himmels Willen bis morgen nacht in der Dämmerung zwei Zentimeter wachsen!' Eine Blume ist,
und sie erlaubt sich zu wachsen, und sie ist sich ihres Ist und des Geistes von Allem-Was-Ist in sich sicher.
Nun, Gutsein ist so natürlich wie eine Blume, die wächst. Wenn aber eine Blume innehalten würde,
wenn die Sonne auf sie schiene, und wenn sie anfinge nachzudenken und zu sagen: 'Warte mal!
Sollte ich nach links wachsen, oder sollte ich nach rechts wachsen? Ist es gut, daß die Sonne auf mich scheint,
oder ist es zu leicht für mich, im Licht der Sonne zu wachsen, und sollte ich deshalb nicht lieber versuchen,
in der Dunkelheit zu wachsen? Sollte ich zwei Zentimeter nach rechts wachsen oder zwei Zentimeter nach links?
Ich muß mir Mühe geben zu wachsen! Ich muß ein Ego und einen Intellekt entwickeln, und ich muß versuchen,
diese Sonne zu erreichen, die Gott ist, und ich muß hart arbeiten, denn wenn ich mir keine Mühe gebe,
werde ich auch nichts erreichen - und ich muß es erreichen.
Aber neben unserer intellektuellen, gewissenhaften Blume ist da ein Idiot von einer Blume!
Und der Idiot von einer Blume steht da und fühlt die Sonne in ihrem Gesicht und öffnet ihre Blütenblätter und sagt,
"Dies ist die Sonne, und sie ist gut in mir; es ist der Geist des Wachstums, und ich werde ihm folgen und ihm Freiheit geben;
und es ist mir egal, ob ich nach rechts oder nach links wachse,
denn in völligem Vertrauen auf den Geist in mir weiß ich, daß ich richtig wachsen werde.'
Und so wächst sie, unsere Idiotenblume, und sie wächst von innen heraus. Und sie ist vollkommen,
und sie ist stark, aber neben ihr ist da unsere intellektuelle und spirituelle Blume. Und diese Blume sagt,
'Schon wieder! Drei Uhr nachmittags, die Schatten kommen, und die Schatten sind böse,
und diese Sonne wird schwächer, und die Nacht kommt, und die Nacht ist böse; und ich muß mir überlegen,
wie ich diese Gegner am besten vernichten kann ... und es ist leicht zu versagen
und meine Fähigkeiten nicht zu nutzen und nicht zu wachsen!'
Und siehe da, am Morgen geht die Sonne auf, und was finden wir vor?
Unsere Idiotenblume in voller Blüte in der Morgensonne, und unsere andere Blume mit einem Blatt so
[Seth ließ seine Hand über die Stuhllehne hängen] und einem Blatt so [sein anderer Arm war in die Luft gereckt],
und mit gesenktem Kopf, und sie denkt immer noch über die Natur von Gut und Böse
nach und traut dem Geist der Lebenskraft, der in ihr ist, immer noch nicht;
und deshalb hört sie nicht auf die innere Stimme ... sondern fragt an jedem Punkt und zu jeder Stunde:
'Welchen Weg soll ich bloß einschlagen? Soll ich das Sonnenlicht annehmen oder den Regen?
Oder sind das böse Kräfte?' Und sie sagt sich immer wieder, daß es schwer ist zu wachsen und leicht zu sterben.
Sie sagt sich immer und immer und immer wieder - jetzt in metaphysischem Sinn
- daß es schwer ist, gut zu sein, und leicht, böse zu sein.
Und das ist ein Selbstbetrug!"
Donnerstag, 14. Oktober 2010
Sein ist Gott - Nisargadatta Maharaj
Auszug aus "Ramesh Balsekar - Pointers"
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Hat er Maharaj einige Male zugehört, fällt so manchem Besucher auf, dass dieser bei seinen Darlegungen über die wahre Natur des Menschen selten das Wort "Liebe" benutzt. Im Gegenteil sagt er oft, dass im Vorgang der Manifestation des Unmanifestierten an sich nichts Religiöses oder Frommes enthalten sei.
Wenn ein Besucher Maharaj im Besonderen darauf anspricht, ob Liebe in seinen Darlegungen keinen Platz habe, lächelt er und antwortet mit einer Gegenfrage: "Was meinen Sie wirklich, wenn Sie das Wort 'Liebe' benutzen? Welche Bedeutung hat das Wort für Sie?" Diese Frage macht den Besucher normalerweise sprachlos, da das Wort 'Liebe' zu denen gehört, die am meisten missverstanden und oft missbraucht worden sind.
Maharaj fährt dann fort: "Zeigt das Wort 'Liebe' im Grunde genommen nicht irgendein 'Brauchen' oder 'Bedürfnis' an und Sie lieben die Person oder Sache, die dieses Bedürfnis befriedigt? Tatsächlich befriedigt Liebe zwischen Mann und Frau das Bedürfnis eines jeden nach dem anderen, sei es das körperliche Bedürfnis, das nach Kameradschaft und Begleitung oder irgendein anderes Bedürfnis. Wenn einer entdeckt, dass der andere sein Bedürfnis nicht länger befriedigt, wandelt sich die 'Liebe' zunächst in Gleichgültigkeit und später sogar in 'Hass'. Warum wechseln Paare, besonders im Westen, egal ob verheiratet oder nicht, so oft ihre Partner? Meist doch nur deshalb, weil sie ihre gegenseitigen Bedürfnisse nicht mehr wie anfangs zu befriedigen scheinen."
Einer der Besucher, der diesem Thema weiter nachgehen wollte, stellte dazu einige Fragen.
Frage: Aber dies ist zweifellos eine enge Sichtweise des Wortes "Liebe". Es muss doch sicherlich etwas wie unpersönliche oder 'universelle' Liebe geben?
Maharaj: Ah! Lassen Sie uns klarstellen, worüber wir sprechen. Sprechen wir über eine Empfindung, eine Beziehung zwischen zwei Menschen? Kann in diesem Falle Liebe wirklich etwas anderes sein als das Gegenteil von Hass - Liebe und Hass, zwei voneinander abhängige Gefühle, die eine Person für eine andere hegt? So eine Beziehung kann nur in der dualistischen Manifestation von Subjekt und Objekt auftreten. Wenn Sie jedoch an die noumenale, nicht-manifestierte Ebene denken, den Zustand absoluter Subjektivität (ohne die geringste Spur von irgendetwas Objektiven), an etwas, das nur durch das subjektive Pronom "Ich" angedeutet werden kann, wenn Sie an diese absolute Einheit denken, die nur als Zustand von Fülle, Ganzheit und Heiligkeit wahrgenommen werden kann, gibt es keine geeigneten Worte. Und dann wäre natürlich auch eine Beziehung, basierend auf Liebe und Hass, kaum wahrnehmbar. Eine Beziehung zwischen wem denn? Wenn Sie demzufolge das Wort "Liebe" benutzen, um auf den noumenalen Zustand zu verweisen, ist dieses Wort, wie auch jedes andere - völlig ungeeignet.
Frage: Ehrlich gesagt habe ich diese Sache noch nie so gründlich und analytisch betrachtet. Vielleicht dachte ich an etwas, das durch die Worte "Gott ist Liebe" oder "Liebe ist Religion" ausgedrückt werden soll.
Maharaj (lachend): Mein Freund, was ist dieses wiederum anders als eine Kombination von Worten, welche sich auf die Vorstellung von irgendjemanden gründet, dem diese seine Vorstellung gut gefallen hat und der sie anderen aufdrängen will? Und die "anderen" sind überaus bereitwillig jede Vorstellung anzunehmen, die ihnen eine Art moralischen Landeplatz bietet. In diesen Fällen ist der Suchende zufrieden und gefällt sich in seiner Rolle als Suchender. Er fühlt sich den anderen "in die Irre geführten Seelen, die ihr Leben verschwenden" weit überlegen. Und in dieser Pose von "Erleuchtung" ist er glücklich, einem Konzept anzuhängen, das auf einer gefälligen Kombination von Worten beruht und seinem Sucher-Ego zu fressen gibt!
Frage: Aber Maharaj, diese Worte "Gott ist Liebe" und "der in der Liebe lebt, lebt in Gott und Gott in ihm" wurden von Johannes gebraucht, einem großen christlichen Heiligen, der angeblich auch ein Jnani (Weiser) war.
Maharaj: Ich zweifle nicht daran, dass er ein Jnani war. Aber unglücklicherweise scheinen seine Nachfolger nicht klar verstanden zu haben, was diese wunderschönen Worte dem christlichen Weisen bedeuten, der sie geäußert hat. Woran Johannes dachte, war sicherlich nicht, dass "Gott" eine objektive phänomenale Wesenheit ist, deren grundlegende Natur Liebe ist.
Lassen Sie uns noch einmal zurückgehen zu dem, was ich Ihnen darüber gesagt habe, dass ein Bedürfnis, ein Brauchen die Grundlage der Liebe ist. Überlegen Sie:
Was ist der unbezahlbarste Besitz jedes fühlenden Wesens?
Wenn es die Wahl hätte, alle Reichtümer dieser Welt oder sein "Sein", sein "Bewusstsein" zu besitzen, das ihm das Gefühl gibt, lebendig und anwesend zu sein und ohne das sein Körper nur ein Kadaver wäre, was würde es wohl wählen? Ganz offensichtlich wäre ohne Bewusstsein kein Reichtum dieser Welt für dieses fühlende Wesen von Nutzen.
Dieses Sein, diese bewusste Anwesenheit ist das Sein jedes fühlenden Wesens auf Erden, die Seele des gesamten Universums.
Demzufolge kann tatsächlich Dieses-Hier-Jetzt, diese bewusste Anwesenheit, nichts anderes sein als Gott. Es ist das, was man mehr liebt als alles andere, da es in seiner Abwesenheit kein Universum und keinen Gott gäbe. Das ist Anwesenheit-Liebe-Gott. Und Johannes war sich dessen offensichtlich sehr bewusst, als er sagte "Gott ist Liebe ...". Es ist völlig klar, dass er nur gemeint haben kann, dass er (Johannes) und Er (Gott) als Noumenon, als reine Subjektivität, voneinander nicht verschieden sind. Und so "lebte er", verankert in dieser bewussten Anwesenheit, die Gott und die Liebe ist, "in Gott und Gott in ihm".
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Hat er Maharaj einige Male zugehört, fällt so manchem Besucher auf, dass dieser bei seinen Darlegungen über die wahre Natur des Menschen selten das Wort "Liebe" benutzt. Im Gegenteil sagt er oft, dass im Vorgang der Manifestation des Unmanifestierten an sich nichts Religiöses oder Frommes enthalten sei.
Wenn ein Besucher Maharaj im Besonderen darauf anspricht, ob Liebe in seinen Darlegungen keinen Platz habe, lächelt er und antwortet mit einer Gegenfrage: "Was meinen Sie wirklich, wenn Sie das Wort 'Liebe' benutzen? Welche Bedeutung hat das Wort für Sie?" Diese Frage macht den Besucher normalerweise sprachlos, da das Wort 'Liebe' zu denen gehört, die am meisten missverstanden und oft missbraucht worden sind.
Maharaj fährt dann fort: "Zeigt das Wort 'Liebe' im Grunde genommen nicht irgendein 'Brauchen' oder 'Bedürfnis' an und Sie lieben die Person oder Sache, die dieses Bedürfnis befriedigt? Tatsächlich befriedigt Liebe zwischen Mann und Frau das Bedürfnis eines jeden nach dem anderen, sei es das körperliche Bedürfnis, das nach Kameradschaft und Begleitung oder irgendein anderes Bedürfnis. Wenn einer entdeckt, dass der andere sein Bedürfnis nicht länger befriedigt, wandelt sich die 'Liebe' zunächst in Gleichgültigkeit und später sogar in 'Hass'. Warum wechseln Paare, besonders im Westen, egal ob verheiratet oder nicht, so oft ihre Partner? Meist doch nur deshalb, weil sie ihre gegenseitigen Bedürfnisse nicht mehr wie anfangs zu befriedigen scheinen."
Einer der Besucher, der diesem Thema weiter nachgehen wollte, stellte dazu einige Fragen.
Frage: Aber dies ist zweifellos eine enge Sichtweise des Wortes "Liebe". Es muss doch sicherlich etwas wie unpersönliche oder 'universelle' Liebe geben?
Maharaj: Ah! Lassen Sie uns klarstellen, worüber wir sprechen. Sprechen wir über eine Empfindung, eine Beziehung zwischen zwei Menschen? Kann in diesem Falle Liebe wirklich etwas anderes sein als das Gegenteil von Hass - Liebe und Hass, zwei voneinander abhängige Gefühle, die eine Person für eine andere hegt? So eine Beziehung kann nur in der dualistischen Manifestation von Subjekt und Objekt auftreten. Wenn Sie jedoch an die noumenale, nicht-manifestierte Ebene denken, den Zustand absoluter Subjektivität (ohne die geringste Spur von irgendetwas Objektiven), an etwas, das nur durch das subjektive Pronom "Ich" angedeutet werden kann, wenn Sie an diese absolute Einheit denken, die nur als Zustand von Fülle, Ganzheit und Heiligkeit wahrgenommen werden kann, gibt es keine geeigneten Worte. Und dann wäre natürlich auch eine Beziehung, basierend auf Liebe und Hass, kaum wahrnehmbar. Eine Beziehung zwischen wem denn? Wenn Sie demzufolge das Wort "Liebe" benutzen, um auf den noumenalen Zustand zu verweisen, ist dieses Wort, wie auch jedes andere - völlig ungeeignet.
Frage: Ehrlich gesagt habe ich diese Sache noch nie so gründlich und analytisch betrachtet. Vielleicht dachte ich an etwas, das durch die Worte "Gott ist Liebe" oder "Liebe ist Religion" ausgedrückt werden soll.
Maharaj (lachend): Mein Freund, was ist dieses wiederum anders als eine Kombination von Worten, welche sich auf die Vorstellung von irgendjemanden gründet, dem diese seine Vorstellung gut gefallen hat und der sie anderen aufdrängen will? Und die "anderen" sind überaus bereitwillig jede Vorstellung anzunehmen, die ihnen eine Art moralischen Landeplatz bietet. In diesen Fällen ist der Suchende zufrieden und gefällt sich in seiner Rolle als Suchender. Er fühlt sich den anderen "in die Irre geführten Seelen, die ihr Leben verschwenden" weit überlegen. Und in dieser Pose von "Erleuchtung" ist er glücklich, einem Konzept anzuhängen, das auf einer gefälligen Kombination von Worten beruht und seinem Sucher-Ego zu fressen gibt!
Frage: Aber Maharaj, diese Worte "Gott ist Liebe" und "der in der Liebe lebt, lebt in Gott und Gott in ihm" wurden von Johannes gebraucht, einem großen christlichen Heiligen, der angeblich auch ein Jnani (Weiser) war.
Maharaj: Ich zweifle nicht daran, dass er ein Jnani war. Aber unglücklicherweise scheinen seine Nachfolger nicht klar verstanden zu haben, was diese wunderschönen Worte dem christlichen Weisen bedeuten, der sie geäußert hat. Woran Johannes dachte, war sicherlich nicht, dass "Gott" eine objektive phänomenale Wesenheit ist, deren grundlegende Natur Liebe ist.
Lassen Sie uns noch einmal zurückgehen zu dem, was ich Ihnen darüber gesagt habe, dass ein Bedürfnis, ein Brauchen die Grundlage der Liebe ist. Überlegen Sie:
Was ist der unbezahlbarste Besitz jedes fühlenden Wesens?
Wenn es die Wahl hätte, alle Reichtümer dieser Welt oder sein "Sein", sein "Bewusstsein" zu besitzen, das ihm das Gefühl gibt, lebendig und anwesend zu sein und ohne das sein Körper nur ein Kadaver wäre, was würde es wohl wählen? Ganz offensichtlich wäre ohne Bewusstsein kein Reichtum dieser Welt für dieses fühlende Wesen von Nutzen.
Dieses Sein, diese bewusste Anwesenheit ist das Sein jedes fühlenden Wesens auf Erden, die Seele des gesamten Universums.
Demzufolge kann tatsächlich Dieses-Hier-Jetzt, diese bewusste Anwesenheit, nichts anderes sein als Gott. Es ist das, was man mehr liebt als alles andere, da es in seiner Abwesenheit kein Universum und keinen Gott gäbe. Das ist Anwesenheit-Liebe-Gott. Und Johannes war sich dessen offensichtlich sehr bewusst, als er sagte "Gott ist Liebe ...". Es ist völlig klar, dass er nur gemeint haben kann, dass er (Johannes) und Er (Gott) als Noumenon, als reine Subjektivität, voneinander nicht verschieden sind. Und so "lebte er", verankert in dieser bewussten Anwesenheit, die Gott und die Liebe ist, "in Gott und Gott in ihm".
Mittwoch, 13. Oktober 2010
"Namasté" - Satsang mit Samarpan
In Indien, aber auch in einigen anderen Ländern Asiens, ist "Namasté" (das Gegeneinanderlegen der Handflächen) eine allgegenwärtige Grußgeste, die die Ehrerbietung für den Mitmenschen ausdrückt. "Ich ehre in dir den göttlichen Geist, den ich auch in mir selbst ehre."
Bei uns haben die Männer früher ihren Hut angehoben, während sie das noch heute bekannte "Grüss Gott" aussprachen.
Sat bedeutet Wahrheit und Sangha bedeutet Gemeinschaft. Im Satsang sprechen wir über die grundlegende Wahrheit unseres Daseins. Wahrheit ist das, was unvergänglich und ewig ist. Alles andere kommt und geht und ist einem steten Wandel unterworfen - der Körper, die Glaubenssätze, die Gefühle, das gesamte Universum. Die Wahrheit aber ist unwandelbar. Sie ist das, was vor Beginn des Universums ist und das was nach dem Tod unseres Körpers immer noch ist. Unveränderlich und unbewegt.
Bei uns haben die Männer früher ihren Hut angehoben, während sie das noch heute bekannte "Grüss Gott" aussprachen.
Sat bedeutet Wahrheit und Sangha bedeutet Gemeinschaft. Im Satsang sprechen wir über die grundlegende Wahrheit unseres Daseins. Wahrheit ist das, was unvergänglich und ewig ist. Alles andere kommt und geht und ist einem steten Wandel unterworfen - der Körper, die Glaubenssätze, die Gefühle, das gesamte Universum. Die Wahrheit aber ist unwandelbar. Sie ist das, was vor Beginn des Universums ist und das was nach dem Tod unseres Körpers immer noch ist. Unveränderlich und unbewegt.
Und DAS bist du und DAS bin ich.
Die Wahrheit ist die grundlegende Essenz in jedem Fels, jedem Grashalm, jedem Tier, jeder Mikrobe und in dir. Dies zu entdecken ist eine Freude jenseits unseres Vorstellungsvermögens. Es erfordert keine Anstrengung, keine spirituellen Praktiken oder irgendeinen Glauben. Du musst nur für einen Moment all deine Konzepte, Ideen, Meinungen und Vorstellungen beiseite stellen. Dann enthüllt sich die Wahrheit ganz von selbst.
Samarpan
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