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Namasté

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Montag, 31. Mai 2010

HerZen

Der Narr

Ein Narr ist einer, der immerzu vertraut. Ein Narr ist einer, der trotz all seiner Erfahrungen weiter vertraut. Du betrügst ihn, und er vertraut dir; du betrügst ihn noch einmal, und er vertraut dir. Nun sagst du: Er ist ein Narr; er lernt es nie. Sein Vertrauen ist unerschöpflich; sein Vertrauen ist so rein, daβ niemand es zerstören kann.

Sei ein Narr im Sinne des Tao, im Sinne des Zen. Versuche nicht, dich mit einer Mauer von Wissen zu umgeben. Egal, welche Erfahrungen auf dich zukommen, laβ sie geschehen, und dann laβ sie immer wieder los. Reinige deinen Geist ständig; laβ die Vergangenheit immer wieder sterben, damit du in der Gegenwart – hier und jetzt – bleibst wie ein neugeborenes Baby.

Am Anfang ist es sehr schwer. Die Welt wird dich übervorteilen – laβ sie gewahren. Es sind arme Kerle. Auch wenn du betrogen, übervorteilt und ausgeraubt wirst, laβ es gschehen, denn das was wirklich dir gehört, kann dir nicht geraubt werden; was wirklich deins ist, kann dir keiner stehlen.

Und jedesmal, wenn du dich nicht von den Umständen verderben läβt, ist es eine Gelegenheit, dich innerlich zu integrieren. Deine Seele kristallisiert sich immer mehr.
Osho Dang Dang Doko Dang Chapître 2

Sonntag, 30. Mai 2010

Die neue Vision

Wenn du dich dem Höchsten öffnest, wirst du sogleich davon überflutet. Dann bist du kein normaler Mensch mehr – du bist darüber hinausgegangen. Deine Einsicht ist zur Einsicht der ganzen Existenz geworden. Du bist nicht mehr getrennt, du hast deine Wurzeln gefunden. Normalerweise kennt man seine Wurzeln nicht; weiß nicht, woher das Herz Energie bekommt, wer da ununterbrochen in einem atmet, kennt nicht den Saft des Lebens, der einen durchströmt.Es ist nicht der Körper, es ist nicht der Geist – es ist etwas, was jenseits aller Dualität ist. Es heißt Bhagavat – "das Bhagavat in zehn Richtungen …" Wenn sich dein inneres Wesen öffnet, erfährst du zunächst zwei Richtungen: Höhe und Tiefe. Und wenn du dich in diesem Zustand allmählich auf festerem Boden fühlst, beginnst du dich umzuschauen und in alle anderen acht Richtungen auszubreiten.Und wenn du den Punkt erreicht hast, wo sich deine Höhe und deine Tiefe begegnen, dann kannst du dich wieder umschauen und bis an die Grenzen des Universums blicken Dann entfaltet sich dein Bewußtsein in alle zehn Richtungen; doch der Weg bleibt immer derselbe.
Osho Zen: The Diamond Thunderbolt Chapter 9

Samstag, 29. Mai 2010

Liebe im HerZen

Die Meditation für den Tag: Hingabe

Hingabe ist eine Form des Verschmelzens mit der Existenz. Sie ist keine Pilgerreise. Hingabe bedeutet, dass du alle Grenzen verlierst, die dich von der Existenz trennen. Sie ist eine Liebesaffäre. Liebe ist das Verschmelzen mit einer Person, die tiefe Intimität zweier Herzen, so tief, dass sie im selben harmonischen Rhythmus zu tanzen beginnen. Obwohl es zwei Herzen sind, ist es eine Harmonie, eine Musik, ein Tanz.

Was Liebe zwischen zwei einzelnen Personen ist, das ist Hingabe zwischen einer Person und der gesamten Existenz. Sie tanzt mit den Wellen des Meeres; sie tanzt mit den Bäumen, die in der Sonne tanzen; sie tanzt mit den Sternen. Ihr Herz antwortet auf den Duft der Blumen, auf das Singen der Vögel, auf die Stille der Nacht.

Hingabe ist der Tod der Persönlichkeit. Du lässt ganz von selbst los, was in dir sterblich ist; nur das Unsterbliche bleibt, das Ewige bleibt, das was niemals stirbt. Und natürlich kann das, was nicht stirbt, auch nicht von der Existenz getrennt sein – denn sie stirbt niemals, geht immer weiter, kennt keinen Anfang und kein Ende. Hingabe ist die höchste Form der Liebe.

Die Liebe

Drei Dinge sollten wir beachten: Liebe auf der untersten Ebene ist Sex; er ist körperlich. Und auf der höchsten Stufe ist Liebe Mitgefühl. Sex ist unterhalb von Liebe, Mitgefühl steht über der Liebe. Die Liebe ist genau in der Mitte.Nur wenige Menschen wissen, was Liebe ist. Neunundneunzig Prozent der Menschen meinen leider, Sex sei Liebe. Das ist nicht richtig. Sexualität hat etwas Tierisches. Sie kann sich natürlich zu Liebe entwickeln, aber sie ist nicht wirklich Liebe – nur ein Potential…Wenn du wach und bewusst – meditativ – wirst, kann sich Sex in Liebe verwandeln. Und wenn du ganz und gar meditativ wirst, dann kann sich Liebe in Mitgefühl verwandeln. Sex ist der Samen, Liebe ist die Blume, Mitgefühl ist der Duft.Buddha hat Mitgefühl als "Liebe plus Meditation" definiert. Wenn deine Liebe nicht mehr bloßes Verlangen nach dem anderen ist, wenn deine Liebe nicht nur ein Bedürfnis ist, wenn deine Liebe ein Teilen ist, wenn deine Liebe nicht die eines Bettlers sondern die eines Königs ist, wenn sie nichts zurückhaben will, sondern bereit ist, nur zu geben –aus reiner Freude am Geben – dann füge Meditation hinzu, und der reine Duft strömt hervor. Das ist Mitgefühl – die höchste Stufe der Liebe
Osho Zen, Zest, Zip, Zap and Zing Chapter 3

Was wir Liebe nennen, ist in Wahrheit das ganze Spektrum unserer Beziehungen, das von der Erde bis zum Himmel reicht. Auf der irdischen Ebene ist Liebe sexuelle Anziehung. Die meisten Menschen bleiben dort stecken, da unsere Sexualität durch gesellschaftliche Prägung mit allen möglichen Erwartungen und Verdrängungen belastet ist. Das größte Problem der sexuellen Liebe besteht darin, dass sie nicht von Dauer ist. Wenn wir das akzeptieren, können wir sie genießen, wie sie ist; ja sagen, wenn sie kommt, und uns verabschieden, wenn es vorbei ist. Wenn wir reifer werden, können wir eine Liebe erleben, die über Sexualität hinausgeht und die Einzigartigkeit des anderen achtet. Wir verstehen, daß unser Partner oft wie ein Spiegel ist, der ungeahnte Aspekte unseres tieferen Selbst reflektiert und uns hilft, ganz zu werden. Diese Liebe basiert auf Freiheit, nicht auf Erwartungen oder Bedürfnissen. Sie läßt uns Flügel wachsen und bringt uns schließlich zur universalen Liebe, die weiß, daß alles Eins ist.

Freitag, 28. Mai 2010

Loslassen

In der Existenz gibt es keinen, der überlegen ist, und keinen, der unterlegen ist. Der Grashalm und der größte Stern sind vollkommen gleich…Aber der Mensch will anderen überlegen sein, er will die Natur erobern, und deshalb muß er ständig kämpfen. Alle Komplikationen entstehen aus diesem Kampf. Ein unschuldiger Mensch ist einer, der sich weigert zu kämpfen, der sich nicht mehr dafür interessiert, überlegen zu sein, der sich nicht mehr dafür interessiert, eine Leistung zu erbringen, zu beweisen daß er jemand Besonderes ist; der wie eine Rose oder wie ein Tautropfen auf dem Lotusblatt geworden ist; der ein Teil dieser Unendlichkeit geworden ist; der verschmolzen, vereint, eins geworden ist mit dem Ozean und nur noch eine Welle darin ist; der keine Ahnung mehr vom "Ich" hat. Wenn das "Ich" verschwindet, ist Unschuld da.
Osho The White Lotus Chapter 6

Donnerstag, 27. Mai 2010

Das Nicht-tun der Blickfixierung


"Es mag sein, daß du mich jetzt nicht verstehst, weil du gewohnt bist, so zu denken wie du schaust
 und so zu schauen wie du denkst."  Don Juan

HIER !eine gute Erklärung, wenn Dir die "Magic Eye"-Bilder nicht geläufig sind!