Samstag, 28. August 2010
Der Zwilling
Als leuchtende Wesen haben wir alle einen Zwilling. Das ist ein zweiter leuchtender Körper, der ebenfalls aus Energie besteht, wie der physische Körper. Der Zwilling wird auch der Andere oder das Doppel genannt, oder einfach als Energiekörper bezeichnet. Beachten Sie bitte: Für die toltekischen Schamanen ist der physische Körper, so wie er dem Auge des Betrachters erscheint, die Interpretation eines Energiefeldes. Dieses Energiefeld selbst ist aber nicht der Energiekörper, sondern einfach nur das Energiefeld "physischer Körper", welches wir normalerweise als ein Wesen von menschlichem Aussehen interpretieren.
Der Energiekörper entfernt sich vom physischen Körper nach der Geburt. Der Grund dafür liegt in dem mangelnden Interesse des physischen Körpers, seine Bewußtheit aufrecht zu erhalten und gemeinsam mit dem Energiekörper wahrzunehmen. Die toltekischen Schamanen haben es hingegen gelernt, ihren Energiekörper wieder zu beleben. All ihre magischen Unternehmungen laufen über die erweiterte Wahrnehmung des Energiekörpers ab. Don Juan sagte, es wäre unsere vornehmste Pflicht, vorbehaltlos loszustürmen und die Fesseln eines anderen zu zerreißen. Dieser Andere ist der Energiekörper. Er ist das Geheimnis der Zauberei und der erweiterten Wahrnehmung. Ohne ihn ist der Mensch nie komplett. Die Ahnung dieser Dualität läßt uns Menschen Gegensätze konstruieren wie gut und böse. Aber dies sind keine wirklichen Dualitäten, es sind Aufzählungen. Es handelt sich dabei nur um Konstrukte unseres Verstandes. Ein wirkliche Dualität hat den Charakter der Komplementarität, das bedeutet, wenn man die beiden Teile zusammenfügt, entsteht eine Einheit. Welche Einheit entsteht, wenn man gut und böse zusammenfügt? Keine. Fügt man aber den physischen Körper und den Energiekörper zusammen, so entsteht eine unglaubliche Einheit und Fülle des Gefühls, die die Schamanen als die Ganzheit des Selbst bezeichnen. Nur wissen die meisten Menschen weder wonach sie suchen, noch daß es das Gesuchte tatsächlich gibt - den verlorenen zweiten Teil zur Ganzheit ihres Selbst, den Zwilling.
Der Energiekörper entfernt sich vom physischen Körper nach der Geburt. Der Grund dafür liegt in dem mangelnden Interesse des physischen Körpers, seine Bewußtheit aufrecht zu erhalten und gemeinsam mit dem Energiekörper wahrzunehmen. Die toltekischen Schamanen haben es hingegen gelernt, ihren Energiekörper wieder zu beleben. All ihre magischen Unternehmungen laufen über die erweiterte Wahrnehmung des Energiekörpers ab. Don Juan sagte, es wäre unsere vornehmste Pflicht, vorbehaltlos loszustürmen und die Fesseln eines anderen zu zerreißen. Dieser Andere ist der Energiekörper. Er ist das Geheimnis der Zauberei und der erweiterten Wahrnehmung. Ohne ihn ist der Mensch nie komplett. Die Ahnung dieser Dualität läßt uns Menschen Gegensätze konstruieren wie gut und böse. Aber dies sind keine wirklichen Dualitäten, es sind Aufzählungen. Es handelt sich dabei nur um Konstrukte unseres Verstandes. Ein wirkliche Dualität hat den Charakter der Komplementarität, das bedeutet, wenn man die beiden Teile zusammenfügt, entsteht eine Einheit. Welche Einheit entsteht, wenn man gut und böse zusammenfügt? Keine. Fügt man aber den physischen Körper und den Energiekörper zusammen, so entsteht eine unglaubliche Einheit und Fülle des Gefühls, die die Schamanen als die Ganzheit des Selbst bezeichnen. Nur wissen die meisten Menschen weder wonach sie suchen, noch daß es das Gesuchte tatsächlich gibt - den verlorenen zweiten Teil zur Ganzheit ihres Selbst, den Zwilling.
Freitag, 27. August 2010
Leuchtende Wesen
Nach Vorstellung der toltekischen Schamanen, die vor Jahrtausenden in Mexiko gelebt haben und aus denen die schamanische Linie von Don Juan und Carlos Castaneda hervorgegangen ist, besteht alles im Universum, den menschlichen Körper eingeschlossen, aus reiner Energie. Der menschliche Körper erscheint dem Schamanen, der ihn als Energie wahrnimmt (ein Vorgang der bei Castaneda als Sehen bezeichnet wird), wie ein gewaltiges leuchtendes Ei. Innerhalb dieses leuchtenden Eis befindet sich eine Stelle von noch größerer Leuchtkraft, die die Schamanen als Montagepunkt bezeichneten, weil sie feststellten, daß an dieser Stelle unsere Wahrnehmung der Welt zusammengesetzt oder montiert wird. Am Platz des Montagepunktes werden die Energiefasern des Menschen verknüpft mit der unvorstellbar großen Masse der Energiefasern des Universums und an diesen ausgerichtet. Das Resultat dieser Verknüpfung ist Wahrnehmung. Je nachdem, welche Energiefasern dabei genutzt werden, ergeben sich unterschiedliche Wahrnehmungen. Bewegt sich daher der Montagepunkt an eine andere Stelle, so führt das dazu, daß eine andere Welt in unserer Wahrnehmung erzeugt wird. Geringfügige Bewegungen des Montagepunktes lassen unsere Alltagswelt noch als solche bestehen, verändern sie jedoch in ihren Stimmungen und Nuancierungen. Werden die Bewegungen größer, so werden die zutage tretenden Phänomene immer fremdartiger, bis sich unsere altbekannte Welt schließlich komplett auflöst und ihr Platz von einer genauso umfassenden unbekannten neuen Welt eingenommen wird. Man kann sich den Montagepunkt also wie die Sendereinstellung eines universalen Radios vorstellen. (Leider hat jemand den Knopf versteckt und wir müssen auf ewig den Sender unserer Eltern hören!?) Im Falle des Radios werden nur Frequenzen empfangen, zu denen die Resonanzfrequenz der Antenne paßt. Alle anderen Frequenzen scheinen nicht zu existieren und doch ist der Äther voll von ihnen. Mit dem Montagepunkt verhält es sich genauso. Carlos Castaneda fragte Don Juan in Das Feuer von Innen, was geschehen würde, wenn er seinen Montagepunkt in Bewegung brächte, während er sich auf der Straße, mitten im Verkehrsgewimmel von Los Angeles befände. »Los Angeles wird verschwinden wie ein Windhauch [...] Aber du wirst bleiben. Das ist das Wunder, das ich dir zu erklären versuchte. [...]«
Donnerstag, 26. August 2010
Nicht-Tun
Wenn das Tun eines Tuns der Aufrechterhaltung der Alltagswelt dient, so ist ein Nicht-Tun sein natürlicher Gegenspieler. Ein Nicht-Tun ist ein fremdartiges Element, mit dem wir den gewohnten Fluß der Wahrnehmung unserer Alltagswelt unterbrechen wollen. Der Fluß der Wahrnehmung verhält sich dabei nicht unähnlich den natürlichen Flüssen. Der unterbrochene Fluß staut sich zurück, er sammelt Kraft, um schließlich über die Ufer zu treten. Das Land, welches er dabei erobert, ist wirkliches Neuland. Noch nie hatte der Fluß dieses Land gesehen. Der Horizont seiner Wahrnehmung war durch die Ufer seines (selbst gegrabenen) Flußbettes beschränkt.
Mittwoch, 25. August 2010
Lehre und Praxis – Advaita und Atma Vichara
Advaita (Nicht-Zweiheit) zu erfahren, ist für den gewöhnlichen Menschen ohne spirituelle Übung kaum möglich. Übung ist daher notwendig. Die von Bhagavan Sri Ramana Maharshi als letztlich einzig wirksame Übung empfohlene ist atma vichara (Selbst-Erforschung). Atma vichara ist kein okkulter Pfad, es bedarf keiner rituellen Einweihung, jeder kann mit der Übung jetzt und hier beginnen. Auch wenn sie dem Neuling schwierig und abstrakt vorkommen mag, ist die von Bhagavan empfohlene Übung der Selbst-Erforschung weder schwierig noch abstrakt, sondern einfach und konkret.
Die Übung:
Ein beliebiger Gedanke wird zur Quelle seiner Entstehung zurückzuverfolgt, mit Hilfe der einfachen Fragenkette: ‘Wer hat diesen Gedanken – ich habe ihn – wer bin ich?’
Anfangs liegt die Schwierigkeit darin, dass man die Übung fälschlich als Denkvorgang versteht und sich bemüht, den eigenen Gedanken denkend zu seiner Quelle zurückzuverfolgen. Auf diese Weise hindert sich der Intellekt selbst daran, zu der vor seiner Entstehung liegenden Quelle zurückzugehen. Bhagavan hat dieses Problem mit dem Bild beschrieben: es ist, als ob der Dieb den Polizisten bittet, den Dieb zu fangen, der er ja selbst ist und sich nicht fangen lässt – ein scheinbar unlösbarer Teufelskreis. Aber die Lösung ist einfach: man muss den Gedanken zu seiner Quelle zurückverfolgen, ohne zu denken. Anfangs mag dies nicht recht gelingen, aber nach und nach wird man lernen, spürend – lauschend – wartend – ohne jede Denktätigkeit aber vollkommen bewusst, die Spur jedes Gedankens und des jedem Gedanken zugrunde liegenden ‘Ich’-Gedankens zu seiner Quelle zu begleiten. Andere Meditationstechniken können sehr hilfreich sein, den unruhigen Menschengeist zur Ruhe zu bringen, wie auch Bhagavan immer wieder bestätigte, Bhagavan wies aber stets darauf hin, dass nur atma vichara letztlich zum Ziel führt und dort beginnt, wo jede andere Technik endet. Bhagavan ermutigte die Suchenden und betonte stets, dass der Selbstzweifel das größte Hindernis auf dem spirituellen Weg sei. Bhagavans unbedingte Empfehlung ist, dem Zweifel keinerlei Raum zu geben, sondern sich sogleich zu fragen: ‘Wem kommt der Zweifel – mir – wer bin ich?’
Also nur Mut – Bhagavans Hilfe ist jedem ernsthaft Übenden gewiss!
Die Übung:
Ein beliebiger Gedanke wird zur Quelle seiner Entstehung zurückzuverfolgt, mit Hilfe der einfachen Fragenkette: ‘Wer hat diesen Gedanken – ich habe ihn – wer bin ich?’
Anfangs liegt die Schwierigkeit darin, dass man die Übung fälschlich als Denkvorgang versteht und sich bemüht, den eigenen Gedanken denkend zu seiner Quelle zurückzuverfolgen. Auf diese Weise hindert sich der Intellekt selbst daran, zu der vor seiner Entstehung liegenden Quelle zurückzugehen. Bhagavan hat dieses Problem mit dem Bild beschrieben: es ist, als ob der Dieb den Polizisten bittet, den Dieb zu fangen, der er ja selbst ist und sich nicht fangen lässt – ein scheinbar unlösbarer Teufelskreis. Aber die Lösung ist einfach: man muss den Gedanken zu seiner Quelle zurückverfolgen, ohne zu denken. Anfangs mag dies nicht recht gelingen, aber nach und nach wird man lernen, spürend – lauschend – wartend – ohne jede Denktätigkeit aber vollkommen bewusst, die Spur jedes Gedankens und des jedem Gedanken zugrunde liegenden ‘Ich’-Gedankens zu seiner Quelle zu begleiten. Andere Meditationstechniken können sehr hilfreich sein, den unruhigen Menschengeist zur Ruhe zu bringen, wie auch Bhagavan immer wieder bestätigte, Bhagavan wies aber stets darauf hin, dass nur atma vichara letztlich zum Ziel führt und dort beginnt, wo jede andere Technik endet. Bhagavan ermutigte die Suchenden und betonte stets, dass der Selbstzweifel das größte Hindernis auf dem spirituellen Weg sei. Bhagavans unbedingte Empfehlung ist, dem Zweifel keinerlei Raum zu geben, sondern sich sogleich zu fragen: ‘Wem kommt der Zweifel – mir – wer bin ich?’
Also nur Mut – Bhagavans Hilfe ist jedem ernsthaft Übenden gewiss!
Dienstag, 24. August 2010
Der Weise vom Arunachala
30. Dezember 1879 – 14. April 1950Seit Menschengedenken gibt es von Zeit zu Zeit überragende spirituelle Persönlichkeiten, die suchenden Menschen die höchste Wahrheit offenbaren. Bhagavan Sri Ramana Maharshi war eine solche Persönlichkeit. In einzigartiger Weise verkörperte er durch sein Leben die in der Selbsterkenntnis liegende tiefe Wahrheit, die vollständiges Einssein mit Gott bedeutet.
Der Weise vom Arunachala, wie er genannt wurde, sprach kaum und schrieb wenig. Er zog es vor, schweigend zu unterweisen, in einem Schweigen, das so machtvoll, tief und vollkommen war, dass es Geist und Gemüt der wahrhaft Suchenden unmittelbar befriedete.
In der unendlichen Stille seiner Gegenwart konnte man die Lehre von der Selbsterkenntnis in ihrer ganzen Tiefe direkt erfassen und verstehen. Zahllose Anhänger und Besucher erlebten in seiner Gegenwart die überwältigende Freude der Erfahrung des wahren Seins. Bis zum heutigen Tag machen Strebende, die sich Sri Ramana Maharshi und seiner Lehre zuwenden, dieselbe Erfahrung vollkommenen Glücks und Friedens.
Die Gnade Bhagavans ist an keinen bestimmten Ort gebunden und kann sicher überall erfahren werden, doch ist sie in seinem Ashram in Südindien am Fuße des heiligen Berges Arunachala, einem Berg, der seit Jahrtausenden Heilige und Weise anzieht, besonders spürbar.
Bhagavans Lehre von der ‘Selbst-Erforschung’ ist denkbar einfach. Es bedarf auf seiten des Strebenden keiner Veränderung der Lebensweise und auch sonst keiner Formalität, notwendig sind nichts als ein Wechsel des bisherigen Standpunkts und ein andauerndes inneres Sich-Bemühen. Das Ziel ist kein fernes Paradies oder Ideal, das Ziel ist (nur) der endgültige Abschied von einer falschen Sichtweise, die uns daran hindert zu erkennen, dass wir auf ewig eins sind mit der Quelle unseres Seins, dem Höchsten Selbst, Gott. Diese Erkenntnis ist hier und jetzt möglich.
Wer dem von Sri Ramana Maharshi gewiesenen Weg folgt, braucht Glauben und religiöse Bindung nicht aufzugeben; im Gegenteil: gleich welcher Religion sie angehören, erfahren viele der Anhänger Sri Ramana Maharshis in dem Glauben ihrer eigenen Tradition Führung und Bestärkung. Selbst-Erforschung bedeutet auch nicht die Aufgabe kultureller oder sozialer Bindungen. Der spirituelle Pfad erfordert nichts als aufrichtiges Streben. Hilfe und Gnade kommen von selbst.
Auf dem Sterbebett sagte Bhagavan Sri Ramana Maharshi zu seinen bekümmerten Anhängern: ‘Ihr sagt, dass ich jetzt fortgehe. Aber wohin kann ich gehen? Ich bin für immer hier. Ihr schenkt dem Körper zuviel Beachtung.’ Sein Versprechen, gegenwärtig zu bleiben, ist erfüllt, wie Tag für Tag zahllose Anhänger aus allen Teilen der Welt bestätigen. Und seine Gegenwart hat viele auf den Weg des Friedens und der Liebe geführt.
Montag, 23. August 2010
Hinweise auf DAS/ Ramana Maharshi - Gespräche des Weisen
FR: die welt ist materialistisch. wie kann man das ändern? M: ob materialistisch oder spirituell, das hängt von ihrem standpunkt ab. nehmen sie den richtigen standpunkt ein; der schöpfer wird sich um seine schöpfung kümmern. FR: wie kann man sich am besten der zukunft versichern? M: die zukunft resultiert aus der gegenwart, die zukunft sorgt für sich selbst. FR: die zukunft resultiert aus der gegenwart. was soll ich tun, um eine gute zukunft zu haben? oder soll ich mich still verhalten und garnichts tun? M: wer äußert diesen zweifel? wer sucht nach einer richtschnur für sein handeln? suchen sie den, dem die zweifel kommen! wenn sie ihn gefunden haben, werden die zweifel verschwinden. da sie den halt am selbst verloren haben, belästigen sie diese gedanken. wenn die welt gesehen wird, erheben sich zweifel und besorgnisse um die zukunft. halten sie am selbst fest, und all das wird verschwinden.
FR: wie macht man das? M: diese frage ist wichtig für die angelegenheiten des nicht-selbst, doch nicht für das selbst. zweifeln sie an der existenz ihres eigenen selbst? FR: nein. trotzdem möchte ich wissen, wie das selbst verwirklicht werden kann. gibt es dazu eine methode? M: BEMÜHEN SIE SICH! um an wasser zu kommen, muß man einen brunnen bohren. ähnlich wird das selbst durch nachforschen verwirklicht. FR: manch einem fällt es leicht, wasser zu finden; andere haben dabei große schwierigkeiten. M: aber die feuchtigkeit der erde verrät ihnen, daß wasser vorhanden ist. ebenso sind sie sich des selbstes bereits wage gewahr. ergründen sie ES! wenn das bemühen zum ziel geführt hat, wird es in seinem licht erstrahlen.
FR: wie bringt man den geist dazu, nach innen zu schauen? M: durch beständige übung. der geist ist intelligenz, die zu ihrer eigenen auflösung führt. dann wird das selbst offenbar. FR: wie löst man den geist auf? M: man kann wasser nur durch bohren finden. so müssen sie auch das selbst suchen. DABEI WIRD DER GEIST AUFGELÖST!
Ramana Maharshi – Gespräche des Weisen
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