...aus rechtlichen Gründen!

Alles im Bog ist nur für den persönlichen, unkommerziellen Gebrauch bestimmt!
Das "Tagebuch" wurde u.a. mit den Kartensets von www.osho.com durchlebt!

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Namasté

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Dienstag, 20. Juli 2010

Heilung

Du trägst deine Wunde. Mit dem Ego ist dein ganzes Dasein eine Wunde, und du trägst sie mit dir herum. Keiner ist daran interessiert, dich zu verletzen; keiner wartet darauf, dir etwas wehzutun. Alle sind damit beschäftigt, ihre eigenen Wunden zu schützen. Wer hat schon genug Kraft? Dennoch geschieht es, weil du so bereit bist, dich verwunden zu lassen. Du stehst bereit, wartest geradezu darauf, daß etwas passiert.Wer im Tao ist, dem kann man nicht wehtun. Warum? Weil niemand da ist, dem man wehtun könnte. Es gibt keine Wunde. Er ist gesund, geheilt, ganz. Das englische Wort "whole" (ganz, heil) ist schön. "Heilen" kommt von "heil", und das Wort "heilig" kommt auch daher, vom Ganzen. Er ist heil, geheilt, heilig.Sei dir deiner Wunde bewußt. Laß sie nicht größer werden, laß sie heilen. Und sie heilt nur dann, wenn du an ihre Wurzeln gehst. Je weniger du im Kopf bist, desto eher wird die Wunde heilen. Ohne Kopf gibt es keine Wunde mehr. Lebe ein kopfloses Leben. Sei total in allem, was du tust, und akzeptiere die Dinge, wie sie sind. Versuche, vierundzwanzig Stunden lang alles total zu akzeptieren, egal was passiert. Jemand beleidigt dich? Du akzeptierst es. Reagiere nicht; schau, was passiert. Plötzlich spürst du eine Energie in dir fließen, wie du sie nie zuvor verspürt hast.
Osho The Empty Boat Chapter 10

Montag, 19. Juli 2010

Meditation für den Tag: Der höchste Zufall

Es ist keine bestimmte Abfolge von Ereignissen, die zu Erleuchtung führt. Deine Suche, dein intensives Verlangen, deine Bereitschaft alles zu tun – all dies zusammengenommen erzeugt um dich herum vielleicht eine bestimmte Atmosphäre, in der dieses größte aller Ereignisse möglich wird.
 
Chiyono und ihr Eimer voll Wasser
 
 
Die Nonne Chiyono hatte über Jahre meditiert, aber es war ihr nicht gelungen, zu Erleuchtung zu gelangen. Eines Nachts trug sie einen alten Eimer voll Wasser. Während sie so ging, beobachtete sie die Reflektion des Vollmondes im Wasser ihres Eimers. Plötzlich rissen die Bambusschlaufen, die den Eimer hielten und er zerbrach. Das Wasser ergoss sich auf den Boden; die Reflektion des Mondes verschwand – und Chiyono wurde erleuchtet.
Sie schrieb diesen Vers:

Auf diese Art und jene versuchte ich, den Eimer zusammenzuhalten,
in der Hoffnung, der schwache Bambus möge niemals reißen.
Plötzlich fiel der Boden heraus.
Kein Wasser mehr; kein Mond mehr im Wasser –
Leere in meinen Händen.

Erleuchtung ist genauso unvorhersehbar wie ein Unfall – denn ihr könnt sie nicht steuern, ihr könnt sie nicht auslösen. Aber missversteht mich nicht, denn wenn ich sage, Erleuchtung passiert unverhofft, meine ich damit nicht, dass ihr nichts tun solltet, um sie zu erlangen. Dieses Ereignis widerfährt nur jenen, die viel dafür getan haben – aber es widerfährt ihnen nicht wegen ihres Tuns. Das Tun ist lediglich die Ursache, die eine Situation in ihrem Innern geschaffen hat, die sie anfällig macht für das Ereignis, mehr nicht. Dies ist die Bedeutung dieser schönen Geschichte.

Ich möchte euch etwas über Chiyono erzählen. Sie war eine sehr schöne Frau – als sie jung war, stellten ihr sogar der Herrscher und die Prinzen nach. Sie verweigerte sich jedoch, denn sie wollte nur die Geliebte des Göttlichen sein. Deshalb zog sie von einem Kloster zum nächsten, um Nonne zu werden; aber selbst die größten Meister wiesen sie ab – es gab dort so viele Mönche, und sie war so schön, dass die Mönche Gott und auch alles andere vergessen würden. Aus diesem Grund blieben die Türen für sie überall verschlossen.
Und was tat Chiyono? Als sie keinen Ausweg mehr sah, verbrannte sie sich ihr Gesicht, übersäte es mit Narben. Dann ging sie zu einem Meister; er konnte nicht einmal mehr erkennen, ob sie ein Mann oder eine Frau war. Jetzt wurde sie als Nonne akzeptiert. Sie studierte, meditierte 30, 40 Jahre lang ohne Unterlass.
Und dann plötzlich, eines Nachts...sie beobachtete die Reflektion des Vollmondes im Wasser ihres Eimers. Plötzlich fiel der Eimer zu Boden, das Wasser ergoss sich und der Mond verschwand –und dies wurde zum auslösenden Moment.

Es gibt immer ein auslösendes Moment, durch das sich das Alte auflöst und das Neue beginnt, an dem du wiedergeboren wirst. Dies wurde zum auslösenden Moment. Plötzlich ergoss sich das Wasser und der Mond verschwand. Sie muss nach oben geschaut haben – und dort stand der echte Mond. Plötzlich wurde sie durch die Erkenntnis erleuchtet, dass alles eine Reflektion war, eine Illusion, denn es wurde mit dem Verstand betrachtet. Als der Eimer brach, brach im Inneren auch der Verstand. Er war bereit. Alles, was zu tun war, war getan.
Alles, was möglich war, hatte sie getan. Nichts war übrig, sie war bereit, sie hatte es sich verdient. Dieses gewöhnliche Ereignis wurde zum auslösenden Moment. Plötzlich brach der Boden heraus, es war ein Unfall. Kein Wasser mehr; kein Mond mehr im Wasser, Leere in meinen Händen.
Und das ist Erleuchtung: Wenn ihr Leere in euren Händen haltet, wenn alles leer ist, wenn niemand mehr da ist, nicht einmal du. Dann tragt ihr das ursprüngliche Gesicht des Zen.
 (osho)
 
 

Sonntag, 18. Juli 2010

Geduld

Wir haben vergessen, wie man wartet. Es ist uns fast verloren gegangen. Und es ist eine unserer wertvollsten Fähigkeiten, auf den richtigen Moment zu warten. Die ganze Existenz wartet auf den richtigen Moment. Selbst die Bäume wissen, wann es Zeit ist zu blühen, wann es Zeit ist, alle Blätter fallen zu lassen und sich nackt dem Himmel entgegen zu recken. Sie sind immer noch schön in ihrer Nacktheit, wie sie mit großem Vertrauen auf die neuen Blätter warten; die alten sind weg, und die neuen werden schon kommen. Neue Blätter werden wachsen. Wir haben vergessen zu warten; wir wollen alles sofort haben. Das ist ein großer Verlust für die Menschheit. Wenn du still wartest, wächst etwas in dir – dein authentisches Sein. Eines Tages springt es hervor und wird zur Flamme, und deine ganze Persönlichkeit zerbricht. Du bist ein neuer Mensch. Und dieser neue Mensch kennt sich aus, er weiß um die ewigen Lebenssäfte.
Osho Zen: The Diamond Thunderbolt Chapter 10

Samstag, 17. Juli 2010

Augenblick zu Augenblick

Die Vergangenheit ist nicht mehr da, die Zukunft ist noch nicht da: beide bewegen sich sinnlos in Richtungen, die es nicht gibt. Die eine gab es einmal, aber jetzt nicht mehr; die andere hat noch nicht einmal zu existieren begonnen. Nur ein Mensch, der von Augenblick zu Augenblick lebt, dessen Pfeil auf diesen Moment gerichtet ist, der immer hier und jetzt ist, ist ein richtiger Mensch. Sein ganzes Bewußtsein, sein ganzes Sein ist mit der Realität des Hier und des Jetzt beschäftigt, egal wo er ist. Das ist die einzig wahre Richtung. Nur ein solcher Mensch kann durch die goldene Pforte treten.Die Gegenwart ist die goldene Pforte.Hier-Jetzt ist die goldene Pforte.…Und du kannst nur dann in der Gegenwart sein, wenn du nicht ehrgeizig bist – kein Ziel, kein Wunsch nach Macht, Geld, Prestige oder gar Erleuchtung, denn jeglicher Ehrgeiz führt dich in die Zukunft. Nur ein Mensch, der nicht ehrgeizig ist, kann in der Gegenwart bleiben.Und wer in der Gegenwart leben will, braucht nicht zu denken, braucht nur zu schauen und durch die Pforte treten. Die Erfahrung wird kommen, aber man braucht nicht im Voraus darüber zu meditieren.
Osho The Great Zen Master Ta Hui Chapter 37

Freitag, 16. Juli 2010

Meditation für den Tag: No-Mind

Der Zustand des No-Mind ist der Zustand des Göttlichen. Gott ist kein Gedanke, sondern das Erleben von Gedankenlosigkeit. Er ist nicht Inhalt des Verstandes; er entspricht der Explosion, die sich ereignet, wenn der Verstand inhaltsleer ist. Er ist kein Objekt, das du sehen kannst; er ist vielmehr die eigentliche Fähigkeit, zu sehen. Er ist nicht das geschaute Objekt, sondern der Betrachter selbst. Es sind nicht die sich am Himmel auftürmenden Wolken, es ist der wolkenlose Himmel. Es ist genau dieser leere Himmel.


Das Höchste und das Unaussprechliche

Wenn das Bewusstsein nicht mit einem äußeren Objekt befasst ist, wenn es nichts zu sehen gibt, nichts zu denken, wenn ringsum nur Leere herrscht, dann fällt man in sich selbst hinein. Es gibt keinen Ort, an den man gehen müsste – man entspannt sich in seine eigene Quelle hinein, und diese Quelle ist Gott. Dein inneres Sein ist nichts anderes als ein innerer Himmel. Der Himmel ist leer, doch in diesem leeren Himmel ist alles enthalten - die gesamte Existenz, die Sonne, der Mond, die Sterne, die Erde, die Planeten. Es ist der leere Himmel, der für alles Raum hat, was existiert. Es ist der leere Himmel, der den Hintergrund bildet für alles, was existiert. Dinge kommen und gehen, doch der Himmel bleibt immer gleich.
Genau so verhält es sich mit eurem inneren Himmel; auch er ist leer. Wolken kommen und gehen, Planeten werden geboren und sterben, Sterne steigen auf und gehen wieder unter, und der innere Himmel bleibt immer gleich, unberührt, ungetrübt, unverletzt. Wir nennen diesen inneren Himmel sakshin, den Zeugen – und das ist das eigentliche Ziel von Meditation.
Gehe nach innen, genieße den inneren Himmel. Sei dir bewusst, dass alles, was du siehst, nicht du bist. Du kannst Gedanken sehen, aber du bist nicht diese Gedanken; du kannst deine Gefühle sehen, aber du bist nicht diese Gefühle; du kannst deine Träume sehen, deine Wünsche, Erinnerungen, Vorstellungen, Projektionen, doch all das bist du nicht. Lass alles, was du siehst, vorüberziehen. Dann wird eines Tages der grossartige Augenblick kommen, der bedeutsamste Augenblick deines Lebens, wenn nichts übrig bleibt, was man eliminieren könnte. Alles Geschaute hat sich aufgelöst und es gibt nur noch den, der schaut. Dieser Betrachter ist der leere Himmel.
Dies zu wissen, heißt ohne Angst zu sein. Dies zu wissen, heißt voller Liebe zu sein. Dies zu wissen, heißt Gott zu sein, unsterblich zu sein.

Es ist unmöglich, den Himmel zu beschmutzen, ihn zu beeindrucken, Spuren auf ihm zu hinterlassen.Wir können Linien aufs Wasser malen, aber in dem Moment, wo sie entstehen, sind sie auch schon wieder verschwunden. Malt man sie hingegen auf Stein, überdauern sie Tausende von Jahren. Es ist unmöglich, Linien auf den Himmel zu malen, weshalb sich auch die Frage ihres Verschwinden erübrigt. Bitte macht euch diesen Unterschied klar. Es ist unmöglich, Linien auf den Himmel zu malen – ich mag zwar mit meinem Finger auf dem Himmel umherfahren, der Finger bewegt sich entlang, aber er hinterlässt keine Linie, weshalb sich die Frage des Verschwindens der Linien erst gar nicht stellt.
An dem Tag, an dem man über seinen Verstand hinausgeht, an dem das Bewusstsein den Verstand transzendiert, macht dieser Mensch die Erfahrung, dass – genau wie der Himmel – auch die Seele frei von Zeichen oder Linien ist. Sie ist für immer rein, für immer erleuchtet, sie ist noch niemals beschmutzt worden.(osho)

Donnerstag, 15. Juli 2010

Gemächlichkeit

Meditation ist eine Art Medizin – sie ist nur zum vorübergehenden Gebrauch. Wenn du ihre Eigenschaften gelernt hast, brauchst du Meditationen nicht mehr zu machen. Dann breitet sich Meditation in deinem Leben aus.Gehen ist Zen, Sitzen ist Zen.Was sind denn die Eigenschaften? Aufmerksam, wach, fröhlich, unmotiviert, in seiner Mitte, liebevoll und fließend – so geht man. Und das Gehen ist ein Schlendern. Liebevoll, wach und aufmerksam sitzt man, ohne Motiv. Man sitzt nicht zu einem bestimmten Zweck; man genießt einfach, wie schön es ist zu sitzen, ohne etwas zu tun, so entspannend, so ruhig! Nach einem langen Spaziergang sitzt du unter einem Baum, und es kommt eine kühle Brise. Jeden Moment kann man mit sich selbst im Reinen sein – ohne den Versuch, sich zu verbessern, ohne an sich arbeiten zu müssen, ohne etwas üben zu müssen.Gehen ist Zen, Sitzen ist Zen,Beim Sprechen oder Schweigen, beim Gehen oder StehenDie Essenz ist gelassen.Die Essenz ist gelassen: Das ist das Schlüsselwort, das ist der Kernsatz. Tu, was du tust; im innersten Kern bleibst du jedoch gelassen, entspannt, ruhig, zentriert.
Osho The Sun Rises in the Evening Chapter 7

Mittwoch, 14. Juli 2010

Konditionierung

Solange du deine Persönlichkeit nicht aufgibst, kannst du deine Individualität nicht finden. Individualität wird dir von der Existenz geschenkt, die Persönlichkeit wird dir von der Gesellschaft aufgezwungen. Die Persönlichkeit ist gesellschaftlich angepaßt.Die Gesellschaft kann Individualität nicht dulden, denn Individualität kann nicht wie ein Schaf folgen. Individualität ist die Eigenschaft des Löwen; der Löwe geht seinen Weg allein.Schafe bewegen sich stets in der Herde, in der Hoffnung, daß ihnen die Herde Geborgenheit gibt. In der Herde fühlt man sich eher beschützt und sicher. In der Herde besteht jede Möglichkeit, einem möglichen Angreifer zu entkommen. Aber allein? Nur Löwen bleiben allein.Ihr alle werdet als Löwen geboren, aber die Gesellschaft konditioniert euch, programmiert euch zu Schafen. Sie gibt euch eine Persönlichkeit, eine behagliche, nette, angepaßte und sehr gehorsame Persönlichkeit. Die Gesellschaft will Sklaven, keine Menschen, die sich absolut der Freiheit verschrieben haben. Die Gesellschaft will Sklaven, weil nur Gehorsam den Mächtigen Profite bringt.
Osho One Seed Makes the Whole Earth Green Chapter 4

Dienstag, 13. Juli 2010

Fülle

Im Osten hat man den Körper verdammt, hat man das Materielle verdammt, hat die Materie als "Illusion", als Maya bezeichnet, die nicht wirklich existiert sondern nur scheinbar existiert; sie ist aus dem Stoff gemacht, aus dem die Träume sind. Man hat die Welt verleugnet, und das ist der Grund, warum der Osten arm, krank und hungrig bleibt.

Die eine Hälfte der Menschheit hat die innere Welt bejaht und die äußere geleugnet. Die andere Hälfte der Menschheit hat die materielle Welt bejaht und die innere Welt geleugnet. Beide sind nur halb, und ein halber Mensch kann niemals zufrieden sein.

Ihr müßt vollständig sein – reich im Körper, reich in der Wissenschaft, reich in der Meditation, reich im Bewußtsein. Nur wer ganz und heil ist, ist auch heilig – so sehe ich es.

Ich möchte, daß Zorba und Buddha zusammentreffen. Zorba allein ist hohl. Sein Tanz ist nicht von Bedeutung für die Ewigkeit. Schon bald wird er seiner müde. Wenn du nicht über die unerschöpflichen Quellen verfügst, die dir der Kosmos selbst zugänglich macht…wenn du nicht existentiell wirst, kannst du nicht ganz und heil werden. Das ist mein Beitrag zur Menschheit – der ganzheitliche Mensch.
Osho Communism and Zen Fire, Zen Wind Chapter 2