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Das "Tagebuch" wurde u.a. mit den Kartensets von www.osho.com durchlebt!

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Namasté

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Dienstag, 17. August 2010

Was ist Aufmerksamkeit?

Man kann Aufmerksamkeit mit einem Scheinwerferlicht vergleichen, das hierhin und dorthin, auf Punkte oder in die Breite zielt. Dieses Licht ist ein Aspekt der Bewußtheit.
Aufmerksamkeit ist ein wesentlicher Faktor der Präsenz bzw. Selbstgewahrsamkeit. Die entscheidende Eigenschaft der Aufmerksamkeit aber ist ihre Ausrichtung. Bei der Identifizierung fließt die Aufmerksamkeit völlig in das betrachtete Objekt, während sie im Zustand der Präsenz oder Selbsterinnerung, zumindest zum Teil, bei der Quelle bleibt.

Montag, 16. August 2010

Isolation

Wir sind unglücklich, weil wir zu sehr im Selbst sind. Was heißt das, wenn ich sage, wir sind zu sehr im Selbst? Und was passiert eigentlich, wenn wir zu sehr im Selbst sind? Du kannst entweder in der Existenz sein oder im Selbst – beides gleichzeitig ist nicht möglich. Im Selbst sein heißt, getrennt, abgespalten sein. Im Selbst sein heißt, eine Insel werden. Im Selbst sein heißt, eine Grenze um dich herum zu ziehen. Im Selbst sein heißt, einen Unterschied zu machen zwischen "das bin ich" und "das bin ich nicht". Die Definition, die Grenze zwischen "ich" und "nicht ich" ist das Selbst. Das Selbst isoliert. Und es friert dich ein – du bist nicht mehr im Fluß. Wenn du im Fluß bist, dann kann das Selbst nicht existieren. Deshalb sind die Menschen beinahe zu Eiswürfeln geworden. Sie haben keine Wärme, sie haben keine Liebe. Liebe ist Wärme, und sie haben Angst vor der Liebe. Wenn sie warm werden, fangen sie an zu schmelzen; die Grenzen verschwinden. In der Liebe verschwinden die Grenzen; in der Freude verschwinden sie ebenfalls, denn Freude ist nicht kalt.
Osho Zen: The Path of Paradox, Volume 1 Chapter 5

Sonntag, 15. August 2010

Erlebnis

Schau dich um, schau einem Kind in die Augen, schau deinem oder deiner Geliebten in die Augen, deiner Mutter, deinem Freund – oder berühre einfach einen Baum.Hast du schon einmal einen Baum umarmt? Umarme einen Baum, und eines Tages wirst du merken, daß nicht nur du den Baum umarmt hast, sondern der Baum auch antwortet; der Baum umarmt dich auch. Dann bist du zum ersten Mal in der Lage zu erkennen, daß der Baum nicht nur eine Form ist, nicht nur eine bestimmte Pflanzenart, von der die Botaniker reden. Er ist ein unbekannter Gott – so grün in deinem Garten, so voller Blüten; er ist dir so nahe und winkt dir zu, ruft dich immer wieder aufs Neue
Osho Dang Dang Doko Dang Chapter 2



Samstag, 14. August 2010

Kampf

Einen Augenblick war es da, im nächsten Moment ist es fort. Einen Augenblick sind wir hier, im nächsten Moment sind wir weg.Und um diesen einfachen Augenblick machen wir so viel Wirbel – so viel Gewalt, Ehrgeiz, Kampf, Konflikte, Wut und Haß!Und das alles für diesen winzigen Moment! Wir warten auf den Zug im Wartesaal eines Bahnhofs und machen so viel Wirbel: streiten und verletzen uns gegenseitig, versuchen, andere zu besitzen, zu bevormunden, zu beherrschen – lauter Politik. Und dann kommt der Zug, und du bist für immer fort
Osho Take it Easy, Volume 1 Chapter 13

Freitag, 13. August 2010

Meditation für den Tag: Die Vergangenheit loslassen

Fasse Mut – deine Reise hat bereits begonnen. Selbst wenn du zurückgehst, wirst du das alte Ufer des Flusses nicht mehr vorfinden. Selbst wenn du zurückgehst, wird dir dein altes Spielzeug nicht mehr helfen. Du hast damit abgeschlossen, und du weißt, dass es nur Spielzeug ist. Jetzt muss das Wahre gefunden werden; das, was wirklich ist, muss erforscht werden. Und es ist nicht weit fort; es ist in dir.


„Lass die Toten ihre Toten begraben…“
 
Bei einem Menschen, der sein Leben an der Vergangenheit orientiert, muss irgendwann ein Gefühl von Langeweile, Sinnlosigkeit und auch eine gewisse Angst aufkommen: Was tue ich hier eigentlich? Warum lebe ich weiter? Was bringt schon das Morgen? Eine Wiederholung des Heute. Und was das Heute brachte, war eine Wiederholung des Gestern.“ Also was soll es? Warum schleppt man sich von der Wiege bis zum Grab immer im selben Trott?

Das mag für Büffel und Esel absolut gut sein, denn sie haben keine Erinnerung an die Vergangenheit und keine Vorstellung von der Zukunft. Ihnen ist nicht langweilig, weil man für Langeweile ein gewisses Bewusstsein braucht. Dieses Bewusstsein weiß, dass du es vorher schon getan hast, dass du es jetzt tust und morgen auch wieder tun wirst. Denn du bewegst dich nicht fort von der Vergangenheit; du lässt sie nicht sterben, sondern hältst sie am Leben. Dies ist das Dilemma, vor dem jeder Mensch im Leben steht, und es kann nur gelöst werden, wenn man die Vergangenheit sterben lässt.

Es gibt eine schöne Geschichte aus dem Leben Jesu: Er kommt frühmorgens an einen See. Die Sonne ist noch nicht aufgegangen, und ein Fischer wirft gerade sein Netz im See aus. Jesus legt ihm die Hand auf die Schulter und sagt: „Wie lange willst du das noch machen? Tagtäglich – morgens, mittags, abends – nur Fische fangen? Meinst du, das ist alles, was das Leben mit dir vorhat?“
Der Fischer erwiderte: „Das habe ich mir noch nie überlegt, aber da du nun die Frage aufgeworfen hast, kann ich einsehen, dass es auch noch etwas anderes im Leben geben muss.“

Jesus sagt: „Wenn du mit mir mitkommst, werde ich dich lehren, Menschen zu fangen, anstatt Fische zu fangen.“ Der Mann schaute Jesus in die Augen – so tief, so aufrichtig und so voller Liebe, dass es keinen Zweifel an diesem Mann geben konnte. Und er war von einer so tiefen Stille umgeben, dass er diesem Mann nicht Nein sagen konnte. Der Fischer warf sein Netz ins Wasser und folgte Jesus nach.

Als sie die Stadt verließen, kam ein Mann angelaufen und rief dem Fischer zu: „Dein Vater, der so lange krank war, ist gerade gestorben. Komm nach Hause!“

Der Fischer bat Jesus: „Gib mir drei Tage Zeit, damit ich ihm die letzte Ehre erweisen kann, wie es von einem Sohn erwartet wird, wenn der Vater stirbt.“ Und nun kommt der Ausspruch, an den ich euch erinnern möchte. Jesus sagte zu dem Fischer: „Lass die Toten ihre Toten begraben. Komm du mit mir.“

Was meint er? „Die ganze Stadt ist voll mit Toten; sie werden es schaffen, deinen toten Vater unter die Erde zu bringen. Du wirst da nicht gebraucht. Komm du mit mir.“

Jeden Moment stirbt etwas. Sei kein Antiquitätensammler. Lass das, was tot ist, hinter dir. Geh mit dem Leben, fließe mit dem Leben, mit deiner Totalität und Intensität, und du wirst nie vor einem Dilemma stehen, nie ein Problem haben.

Donnerstag, 12. August 2010

Abenteuer

Zen sagt: Wahrheit hat nichts mit Autorität zu tun, Wahrheit hat nichts mit Tradition zu tun, Wahrheit hat nichts mit der Vergangenheit zu tun – Wahrheit ist eine radikale, persönliche Erkenntnis. Du mußt sie selbst finden.Wissen ist etwas Sicheres. Die Suche nach persönlichem Erkennen ist sehr, sehr gefährlich. Niemand kann Garantie dafür übernehmen. Wenn du mich fragst, ob ich etwas garantieren kann, sage ich, daß ich dir überhaupt nichts garantieren kann. Ich kann nur die Gefahr garantieren, so viel ist sicher. Ich kann dir nur ein langes Abenteuer garantieren, das jede Möglichkeit birgt, vom Weg abzukommen oder nie ans Ziel zu gelangen. Aber eines ist sicher: Die Suche selbst hilft dir zu wachsen. Ich kann dir nur Wachstum garantieren. Es wird gefährlich sein, und du mußt Opfer bringen. Jeden Tag gehst du ins Unbekannte, ins Ungewisse, und es gibt weder eine Landkarte, noch einen Führer, die dir den Weg weisen. Ja, es gibt Millionen Gefahren; du kannst vom Weg abkommen und dich verlaufen, aber nur so kann man wachsen. Nur in Unsicherheit kann man wachsen, nur wer sich der Gefahr stellt, kann wachsen, nur wer die Herausforderung des Ungewissen annimmt, kann wachsen.
Osho Dang Dang Doko Dang Chapter 7

Mittwoch, 11. August 2010

Verständnis

Du bist aus dem Gefängnis, dem Käfig entronnen! Du kannst die Flügel ausbreiten; der ganze Himmel steht dir offen. Alle Sterne, der Mond und die Sonne gehören dir. Du kannst ins Blaue, ins Jenseits verschwinden… Hör auf, dich an dem Käfig festzuklammern. Komm heraus, und der ganze Himmel steht dir offen! Breite die Flügel aus und fliege wie ein Adler über die Sonne hinaus.Am inneren Himmel, in der inneren Welt ist Freiheit der höchste Wert. Alles andere ist zweitrangig, selbst Glück und Ekstase. Es gibt unzählige Blumen, doch sie können nur im Klima der Freiheit gedeihen.
Osho Christianity, the Deadliest Poison and Zen… Chapter 6