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Namasté

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Samstag, 26. Juni 2010

Möglichkeiten

Der Verstand kann überall Grenzen akzeptieren. Aber in Wirklichkeit kann die Existenz schon von Natur aus keine Grenze haben. Denn was soll jenseits der Grenze sein? Wieder ein Himmel. Darum sage ich, daß dir für deinen Höhenflug ein unendlich weiter Himmel zur Verfügung steht.Laß dich nicht so einfach zufriedenstellen. Leute, die sich leicht zufriedenstellen lassen, bleiben klein. Ihre Freude ist klein, ihre Ekstase ist klein, ihre Stille ist klein, ihr Wesen ist klein.Aber das ist gar nicht nötig!Wenn du dich so klein machst, beschneidest du dir selbst deine Freiheit, deine unbegrenzten Möglichkeiten, dein grenzenloses Potential.
Osho Live Zen Chapter 2

Freitag, 25. Juni 2010

Die Quelle

Zen fordert dich auf, aus deinem Kopf herauszukommen und an die Quelle zu gehen. Man ist sich im Zen durchaus bewußt, daß Energie im Kopf auch nützlich sein kann, aber wenn alle Energie im Kopf genutzt wird, wird einem nie bewußt, daß man ewig ist….Du wirst nie aus Erfahrung wissen, was es heißt, mit dem Ganzen eins zu sein.Wenn die Energie genau in der Mitte ist, pulsiert und nirgendwohin geht, weder in den Kopf noch ins Herz, sondern einfach an ihrer Quelle ist, von wo das Herz und der Kopf sie holen, wenn sie an der Quelle selbst pulsiert – dann ist das der Zustand von Zazen.Zazen heißt "einfach Sitzen", und zwar an der Quelle selbst, ohne irgendwohin zu gehen. Dann entsteht eine ungeheure Kraft, eine Verwandlung von Energie in Licht und Liebe, in ein größeres Leben, in Mitgefühl, in Kreativität. Sie kann viele Formen annehmen. Aber zuerst mußt du lernen, wie du an die Quelle kommst. Dann wird die Quelle entscheiden, wo dein Potential ist. Du kannst dich an der Quelle entspannen, und sie bringt dich zu deinem eigenen Potential.
Osho The Zen Manifesto: Freedom from Oneself Chapter 11



Wenn wir sagen, wir sind "geerdet" oder "in unserer Mitte", meinen wir diese Quelle. Wenn wir kreativ sein wollen, stimmen wir uns auf diese Quelle ein. Diese Karte erinnert uns an das gewaltige Energiereservoir, das uns zur Verfügung steht. Wir können es nicht durch Denken oder Planen anzapfen, sondern nur wenn wir so ausgeglichen und still in unserer Mitte ruhen, daß wir mit der Quelle in Verbindung treten. Sie ist in jedem von uns vorhanden, wie ein persönliche Sonne, die uns Leben und Nahrung spendet. Es ist reine, pulsierende Energie, die uns jederzeit zur Verfügung steht, wenn wir eine Leistung erbringen müssen, und uns wieder heimkehren läßt, wenn wir ausruhen wollen. Wenn du jetzt etwas Neues beginnst und Inspiration brauchst oder wenn du gerade etwas beendet hast und ausruhen möchtest – geh an die Quelle. Sie ist immer für dich da. Du brauchst nicht einmal nach draußen gehen, um sie zu finden.

Donnerstag, 24. Juni 2010

Der Meister

Meister lehren nicht nur die Wahrheit; die kann man nicht lehren. Sie vermitteln etwas, das über Schriften und Worte hinausgeht. Er ist eine Übertragung - Energie, die Energie in dir erzeugt. Es ist eine Art Synchronizität.

Du musst dich dem Meister mit grosser Liebe, mit grossem Vertrauen und einem offenen Herzen nähern. Du weisst nicht, wer du bist. Er weiss, wer er ist; er weiss, wer du bist. Von der Raupe kann man sagen, sie weiss nicht, dass sie ein Schmetterling werden kann. Ihr seid Raupen - Bodhisattvas Alle Raupen sind Bodhisattvas, und alle Bodhisattvas sind Raupen. Ein Bodhisattva ist einer, der zum Schmetterling werden kann, der zum Buddha werden kann. Im Kern, in seiner Essenz, ist er bereits ein Buddha.

Die Beziehung zwischen Meister und Schüler ist wie die Beziehung zwischen Raupe und Schmetterling, eine Freundschaft zwischen Raupe und Schmetterling. Der Schmetterling kann nicht beweisen, dass die Raupe zum Schmetterling werden kann, es gibt keinen logischen Grund dafür. Aber der Schmetterling kann in der Raupe Sehnsucht auslösen. Das ist möglich.
Osho Ah, This! 1

Im Zen ist der Meister kein Meister über andere, sondern ein Meister seiner selbst. Jede seiner Gesten und jedes Wort, das er spricht, sind Ausdruck seiner Erleuchtung. Er hat kein persönliches Ziel, keinen Wunsch, dass irgend etwas anders sein soll, als es ist. Seine Schüler versammeln sich um ihn, nicht um ihm zu folgen, sondern um sich von seiner Gegnwart erfüllen und von seinem Beispiel inspirieren zu lassen. In seinen Augen finden sie ihre eigene Wahrheit widergespiegelt, in seiner Stille lassen sie sich leichter in ihre eigene Stille fallen. Der Meister nimmt Schüler an, nicht weil er sie führen will, sondern weil er so viel zu geben hat. Gemeinsam schaffen sie ein Energiefeld, das jeden einzelnen darin untersützt, sein eigenes Licht zu finden.

Mittwoch, 23. Juni 2010

Vollendung

Das ist der Weg des Zen, die Dinge nicht ganz bis zur Vollendung auszusprechen. Das muß verstanden werden; es ist eine ganz wichtige Methode. Wenn man nicht alles ausspricht, gibt man dem Zuhörer die Gelegenheit, es zu vollenden. Alle Antworten sind unvollständig. Der Meister hat dir nur die Richtung gewiesen… Wenn du an die Grenze kommst, weißt du, was noch offen bleibt.Wer jedoch versucht, Zen intellektuell zu verstehen, wird scheitern. Es ist nicht die Antwort auf die Frage, sondern mehr als eine Antwort. Zen weist auf die Wirklichkeit hin… Die Buddhanatur ist nicht weit entfernt: Dein eigenes Bewußtsein ist Buddhanatur. Und dein Bewußtsein ist Zeuge der Dinge, aus denen die Welt besteht. Die Welt wird untergehen, aber der Spiegel bleibt und wird nichts wiederspiegel.
Osho Joshu: The Lion's Roar Chapter 5


Hier findet das letzte Stück des Puzzlespiels seinen Platz, die Stelle des Dritten Auges, der inneren Wahrnehmung. Selbst im Strom des Lebens, der sich ewig wandelt, gibt es Augenblicke, in denen wir Vollendung erreichen. In diesen Momenten sind wir in der Lage, das ganze Bild zu sehen, das aus all den kleinen Teilen besteht, die unsere Aufmerksamkeit so lange beansprucht haben. Am Schluß können wir entweder verzweifelt sein, weil wir nicht wollen, daß etwas zuende geht, oder wir können dankbar sein und die Tatsache akzeptieren, daß alles im Leben ein Ende hat – und einen neuen Anfang.Was immer deine Zeit und Energie in letzter Zeit beansprucht hat, geht jetzt zuende. Wenn du es vollendest, schaffst du Raum für einen neuen Anfang. Nutze diese Zeit, um beides zu feiern – das Ende des Alten und den Beginn von etwas Neuem.

Dienstag, 22. Juni 2010

Das Einfältige Herz

Meditation für den Tag: Das Einfältige Herz

Das Herz hat seine eigene Vernunft, die der Verstand nicht begreifen kann. Das Herz hat seine eigene Dimension des Seins, die für den Verstand völlig im Dunkeln liegt. Das Herz ist etwas Höheres als der Verstand – und etwas Tieferes; es liegt außerhalb seiner Reichweite. Es wirkt einfältig. Liebe sieht immer einfältig aus, weil sich die Liebe nicht am Nutzen orientiert. Der Verstand ist Zweck orientiert, auf ein Ziel hin. Er macht alles zum Mittel. Und Liebe kann nicht zum Mittel gemacht werden, das ist das Problem. Liebe ist sich selbst das Ziel.


Die verrückte Weisheit des Heiligen Franz von Assisi

Nachdem der Heilige Franziskus erleuchtet war, nannte er sich „den Narren Gottes“. Der Papst war damals ein weiser Mann, aber als er Franziskus begegnete, dachte auch er, dass dieser Mann verrückt geworden war. Er war ein intelligenter, schlauer und berechnender Mann – wie hätte er sonst Papst werden können? Um Papst zu werden, muss man die Politik beherrschen. Um Papst zu werden, muss man diplomatisch sein und aggressiv seine Ellenbogen benutzen, um andere beiseite zu schieben, um andere als Sprossen auf der Leiter zu benutzen und sie wieder loszuwerden. Es ist reine Politik, denn ein Papst ist ein politischer Kopf. Die Religion ist für ihn zweitrangig oder völlig unwichtig. Wie kann ein wirklich religiöser Mensch um einen Posten kämpfen und aggressiv sein? Das sind immer nur Politiker.

Franz von Assisi besuchte den Papst, und der Papst war überzeugt, dass dieser Mann ein Narr sei. Aber die Bäume, die Fische und die Vögel waren anderer Meinung. Wenn der Heilige Franziskus an einen Fluss kam, machten die Fische Luftsprünge vor Freude, dass er gekommen war. Tausende von Menschen konnten es bezeugen: Millionen Fische sprangen gleichzeitig in die Luft – der ganze Fluss, war vor lauter springenden Fischen nicht mehr zu sehen! Der Heilige Franziskus war gekommen und die Fische waren glücklich. Wo immer er hinging, folgten ihm die Vögel und saßen auf seinen Schenkeln, auf seinem Körper, auf seinem Schoß. Sie verstanden diesen Narren besser als der Papst. Selbst Bäume, die ausgetrocknet und fast abgestorben waren, wurden grün und blühten wieder, wenn Franziskus in ihre Nähe kam. Diese Bäume hatten begriffen, dass dies kein gewöhnlicher Narr war, sondern der Narr Gottes.

Totalität

Jeden Moment hast du Gelegenheit, total zu sein. Egal was du tust, laß dich davon so total in Anspruch nehmen, daß du nicht mehr denkst, sondern nur noch da bist, nur noch Gegenwart bist. Und es wird immer mehr Totalität kommen. Bist du einmal auf den Geschmack von Totalität gekommen, wird es dir immer leichter fallen, total zu sein.Achte darauf, wann du nicht total bist. Das sind Momente, die man allmählich aufgeben sollte. Wenn du nicht total bist, wenn du im Kopf bist – nachdenkst und brütest, berechnend, schlau und listig bist – dann bist du nicht total. Steige aus solchen Momenten einfach aus. Es ist nur eine alte Gewohnheit – sie kommt immer wieder. Aber irgendwann wird man sie los. Wenn du hartnäckig bist, verschwinden sie.
Osho Take it Easy, Volume 1 Chapter 12

Montag, 21. Juni 2010

Versenkung

Versenkung ist überhaupt keine Bewegung. Nach innen gehen heißt, überhaupt nicht zu gehen. Einkehr heißt, daß du bisher diesem und jenem Wunsch hinterhergerannt bist; du bist gerannt und gerannt und immer wieder frustriert worden. Daß jeder Wunsch Leiden bringt, daß Wünsche niemals Erfüllung bringen. Daß du nie irgendwo ankommst, daß du nie zufriedengestellt wirst. Wenn du diese Wahrheit erkennst, daß es nichts bringt, Wünschen hinterher zu rennen, hältst du inne, ohne daß du dich darum bemühst innezuhalten. Wenn du dich bemühst innezuhalten, rennst du schon wieder auf subtile Weise. Du hast immer noch Wünsche; vielleicht ist es jetzt Wunschlosigkeit, die du dir wünschst.
Osho This Very Body The Buddha Chapter 9


 Die Eskapaden des Denkens können in der Tat amüsant sein. Die Gedanken springen auf und ab, drehen und winden sich, versuchen mit allen Mitteln, deine Aufmerksamkeit zu erregen und dich in ihr Spiel hineinzuziehen.Wenn wir den Trick herausfinden, wie wir uns davon distanzieren können, haben wir eine segensreiche Entdeckung gemacht. Denn nur darum geht es beim Meditieren – nicht darum, Mantras zu singen oder Affirmationen zu wiederholen, sondern einfach zuzuschauen, als gehöre der Kopf einem anderem. Du bist jetzt bereit, Abstand zu nehmen und dem Drama zuzuschauen, ohne dich hineinziehen zu lassen. Genieße die Freiheit der Versenkung, wann immer du kannst, und deine Meditation wird von selbst immer tiefer werden.