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Namasté

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Dienstag, 31. August 2010

Karma

In Karma sieht Nisargadatta Maharaj den Ausdruck eines wohlwollenden Gesetzes, eine Universaltendenz hin zum Gleichgewicht, zur Harmonie und zur Einheit. Er betont, all diese Leiden seien selbstgemacht, und bekräftigt, es läge in der Macht des Menschen, dem ein Ende zu setzen.
“Gott hilft, indem er den Menschen mit den Konsequenzen seiner Taten konfrontiert, und verlangt, daß das Gleichgewicht wieder hergestellt werde. Karma ist das Gesetz, das für die Rechtschaffenheit arbeitet; es ist die heilende Hand Gottes.”
Karma ist seiner Ansicht nur ein Speicher von nicht ausgelebter Energie, von unerfüllten, nicht verstandenen Wünschen und Ängsten. Dieser Speicher werde ständig durch neue Wünsche und Ängste wieder angefüllt. Dies brauche jedoch nicht für immer so zu sein:
“Verstehe die Ursache an der Wurzel deiner Ängste – Entfremdung von dir selbst und von deinen Wünschen – die Sehnsucht nach dem Selbst, und dein Karma wird sich auflösen wie ein Traum. Zwischen Himmel und Erde geht das Leben weiter. Nichts verändert sich, nur physische Körper treten in Erscheinung und vergehen wieder.”


Die Erkenntnis lehrt mich, dass ich nichts bin. Die Liebe lehrt mich, dass ich alles bin. Dazwischen fließt mein Leben. Sri Nisagadatta Maharaj

Montag, 30. August 2010

Nisargadatta Maharaj

Nisargadatta Maharaj, auch Sri Nisargadatta Maharaj genannt (* im März 1897 in Bombay; † 8. September 1981), war ein Zigarettenverkäufer in Bombay (heute Mumbai), der von vielen Indern als Erleuchteter und Meister der Spiritualität angesehen wurde. Von seinen Schülern wurde er für seinen direkten und zwanglosen Unterrichtsstil hochgeschätzt. Er ist vor allem bekannt für sein Buch I Am That, das in viele Sprachen übersetzt worden ist. Seine Lehre basiert auf dem Advaita Vedanta. Sein Vater Shivrampant arbeitete zunächst als Dienstbote in Bombay und später auf einem kleinen Bauernhof in Kandalgaon, einem kleinen Dorf in Maharashtra. Maruti (wie sein gebürtiger Name lautet) war 18 Jahre als sein Vater starb; er verließ das Dorf und begab sich nach Bombay, wo er kurzzeitig als Sekretär arbeitete. Danach wurde er Straßenverkäufer, woraus sich später ein Geschäft entwickelte. Im Jahre 1924 heiratete er seine Frau Sumatibai, die ihm drei Töchter und einen Sohn schenkte. Später eröffnete er einen Bidi-Laden in dem er von Hand gerollte, aus Betelblättern gemachte, grobe Zigaretten verkaufte. Erst in seinen mittleren Lebensjahren begann er offenkundig an spirituellen Themen Interesse zu zeigen.
Er hatte einen Freund namens Yashwantrao Bagkar, der eines Tages ein Treffen zwischen ihm und dessen Guru Sri Siddharameshwar arrangierte. Nisargadatta erhielt eine Mantra-Initiation und entsprechende Unterweisungen zur Meditation.
Sri Siddharameshwar starb drei Jahre später im Jahre 1936. Zu jenem Zeitpunkt verließ Nisargadatta seine Familie und seinen Bidi-Laden und reiste ins Himalaya-Gebirge, kehrte aber bald von dort zurück und begann mit seiner ausgeprägten Lehrmethode zu unterrichten.
Nisargadatta war weniger ein „Schriftgelehrter“, sondern ein religiöser Lehrer, der es verstand, seinen Schülern die Inhalte in Form von Dialogen zu vermitteln. Die heute erhaltenen Publikationen beruhen auf Aufzeichnungen dieser Gespräche.
Bob Adamson, Steven Wolinsky, Robert Powell, und Ramesh Balsekar sind Nachfolger seiner Lehre, die noch leben; sie alle lehren die Lebensweisheit von Sri Nisargadatta und haben Bücher über ihn verfasst.

Sonntag, 29. August 2010

Erweiterte Wahrnehmung

Die Vorraussetzung zur kontrollierten Montagepunktbewegung ist ein hohes Maß an Energie. Da die Energie in einem leuchtenden Ei jedoch begrenzt ist und von außen keine hinzukommen kann, besteht die einzige Möglichkeit zur Energieerzeugung darin, die vorhandene Energie so umzugruppieren, daß sie für Manöver der Wahrnehmung frei wird. Die Schamanen stellten fest, daß der Großteil unserer Energie dabei draufgeht, ein Selbstbild von uns zu erzeugen - sei es nun vor uns selber oder vor anderen. Die dem entsprechende innere Haltung bezeichneten sie als eigene Wichtigkeit. Sie fanden jedoch, daß es keine Berechtigung für ein solches Gefühl gibt, in einem Leben, wo uns am Ende doch der Tod zur Strecke bringt, und beschlossen daher, die Energie, die sie zur Aufrechterhaltung ihrer eigenen Wichtigkeit gebrauchten, zu befreien, und für das Ziel der erweiterten Wahrnehmung zu verwenden.

Um den Montagepunkt aus seiner Verankerung zu lösen, praktizierten die Schamanen Techniken, die sie als Nicht-Tun bezeichneten. Das Nicht-Tun ist der magische Schlüssel zu den Pforten der Wahrnehmung. Durch die Techniken des Nicht-Tuns ist es jedem, der das wünscht, möglich, das Wissen Carlos Castanedas nachzuprüfen, vorausgesetzt er verfügt über die notwendige Energie, um die Tür zu durchschreiten.

Allerdings sollte man sich davor hüten, sofortige Erfolge zu erwarten. Der Ausgang des Menschen aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit hin zur freien Wahrnehmung der Zauberer ist ein langer und harter Weg. Und es ist der Weg, auf dem man sich der letzten einfachen und gnadenlosen Wahrheit stellen muß.

Doch, wie Don Juan meinte: »Denk nur an die Wunder; das Wunder ist das einzige, worauf es ankommt. Wir sind lebende Wesen; wir müssen sterben und unser Bewußtsein aufgeben. Aber wenn wir nur ein Quentchen davon verändern könnten - welche Wunder müßten uns da erwarten! Welche Wunder!«
Carlos Castaneda. Das Feuer von Innen

Samstag, 28. August 2010

Der Zwilling

Als leuchtende Wesen haben wir alle einen Zwilling. Das ist ein zweiter leuchtender Körper, der ebenfalls aus Energie besteht, wie der physische Körper. Der Zwilling wird auch der Andere oder das Doppel genannt, oder einfach als Energiekörper bezeichnet. Beachten Sie bitte: Für die toltekischen Schamanen ist der physische Körper, so wie er dem Auge des Betrachters erscheint, die Interpretation eines Energiefeldes. Dieses Energiefeld selbst ist aber nicht der Energiekörper, sondern einfach nur das Energiefeld "physischer Körper", welches wir normalerweise als ein Wesen von menschlichem Aussehen interpretieren.

Der Energiekörper entfernt sich vom physischen Körper nach der Geburt. Der Grund dafür liegt in dem mangelnden Interesse des physischen Körpers, seine Bewußtheit aufrecht zu erhalten und gemeinsam mit dem Energiekörper wahrzunehmen. Die toltekischen Schamanen haben es hingegen gelernt, ihren Energiekörper wieder zu beleben. All ihre magischen Unternehmungen laufen über die erweiterte Wahrnehmung des Energiekörpers ab. Don Juan sagte, es wäre unsere vornehmste Pflicht, vorbehaltlos loszustürmen und die Fesseln eines anderen zu zerreißen. Dieser Andere ist der Energiekörper. Er ist das Geheimnis der Zauberei und der erweiterten Wahrnehmung. Ohne ihn ist der Mensch nie komplett. Die Ahnung dieser Dualität läßt uns Menschen Gegensätze konstruieren wie gut und böse. Aber dies sind keine wirklichen Dualitäten, es sind Aufzählungen. Es handelt sich dabei nur um Konstrukte unseres Verstandes. Ein wirkliche Dualität hat den Charakter der Komplementarität, das bedeutet, wenn man die beiden Teile zusammenfügt, entsteht eine Einheit. Welche Einheit entsteht, wenn man gut und böse zusammenfügt? Keine. Fügt man aber den physischen Körper und den Energiekörper zusammen, so entsteht eine unglaubliche Einheit und Fülle des Gefühls, die die Schamanen als die Ganzheit des Selbst bezeichnen. Nur wissen die meisten Menschen weder wonach sie suchen, noch daß es das Gesuchte tatsächlich gibt - den verlorenen zweiten Teil zur Ganzheit ihres Selbst, den Zwilling.

Freitag, 27. August 2010

Leuchtende Wesen

Nach Vorstellung der toltekischen Schamanen, die vor Jahrtausenden in Mexiko gelebt haben und aus denen die schamanische Linie von Don Juan und Carlos Castaneda hervorgegangen ist, besteht alles im Universum, den menschlichen Körper eingeschlossen, aus reiner Energie. Der menschliche Körper erscheint dem Schamanen, der ihn als Energie wahrnimmt (ein Vorgang der bei Castaneda als Sehen bezeichnet wird), wie ein gewaltiges leuchtendes Ei. Innerhalb dieses leuchtenden Eis befindet sich eine Stelle von noch größerer Leuchtkraft, die die Schamanen als Montagepunkt bezeichneten, weil sie feststellten, daß an dieser Stelle unsere Wahrnehmung der Welt zusammengesetzt oder montiert wird. Am Platz des Montagepunktes werden die Energiefasern des Menschen verknüpft mit der unvorstellbar großen Masse der Energiefasern des Universums und an diesen ausgerichtet. Das Resultat dieser Verknüpfung ist Wahrnehmung. Je nachdem, welche Energiefasern dabei genutzt werden, ergeben sich unterschiedliche Wahrnehmungen. Bewegt sich daher der Montagepunkt an eine andere Stelle, so führt das dazu, daß eine andere Welt in unserer Wahrnehmung erzeugt wird. Geringfügige Bewegungen des Montagepunktes lassen unsere Alltagswelt noch als solche bestehen, verändern sie jedoch in ihren Stimmungen und Nuancierungen. Werden die Bewegungen größer, so werden die zutage tretenden Phänomene immer fremdartiger, bis sich unsere altbekannte Welt schließlich komplett auflöst und ihr Platz von einer genauso umfassenden unbekannten neuen Welt eingenommen wird. Man kann sich den Montagepunkt also wie die Sendereinstellung eines universalen Radios vorstellen. (Leider hat jemand den Knopf versteckt und wir müssen auf ewig den Sender unserer Eltern hören!?) Im Falle des Radios werden nur Frequenzen empfangen, zu denen die Resonanzfrequenz der Antenne paßt. Alle anderen Frequenzen scheinen nicht zu existieren und doch ist der Äther voll von ihnen. Mit dem Montagepunkt verhält es sich genauso. Carlos Castaneda fragte Don Juan in Das Feuer von Innen, was geschehen würde, wenn er seinen Montagepunkt in Bewegung brächte, während er sich auf der Straße, mitten im Verkehrsgewimmel von Los Angeles befände. »Los Angeles wird verschwinden wie ein Windhauch [...] Aber du wirst bleiben. Das ist das Wunder, das ich dir zu erklären versuchte. [...]«

Donnerstag, 26. August 2010