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Namasté

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Sonntag, 10. Oktober 2010

Tao

Gemäß dem Weg des Taos existiert eigentlich nur ein einziges Phänomen: das Tao. Der ganze Rest, also Sie und ich, alle anderen und diese gesamte großartige Show, die Welt der zehntausend Dinge, ist nicht anderes als das Tao, das Formen auf die Tanzfläche des Lebens wirft.


Wenn Sie sich also verändern und das verbessern möchten, was hier draußen in der Welt der zehntausend Dinge für Sie abläuft, dann sollten Sie nicht an der Oberfläche kratzen, sondern sich gleich an die Quelle des Ganzen richten – das Tao. 


Um Ihren Zugangspunkt zum Tao zu finden, entspannen Sie nun Augen und Vorderhirn, atmen frei, langsam und bewusst und lassen die Entspannung von Ihren Augen und dem Vorderhirn aus langsam nach unten in Ihren Körper fließen, so dass der gesamte Körper weich und entspannt ist. Verlagern Sie Ihren Geist in das Mittelhirn – indem Sie sich vorstellen, dass Sie sich hinten an die Schädelrückwand anlehnen – und schauen Sie von diesem Punkt aus auf die Welt. Stellen Sie sich in Ihrer Brust zwei Schiebetüren vor, die diese öffnen, um Ihr wundervolles schlagendes Herz offen zu legen. Spüren Sie, wie Ihr Herz bedingungslos Liebe aussendet und empfängt. Lassen Sie Ihr gesamtes Gewicht in den unteren Bauchbereich und die Beine sinken. Seufzen Sie, lassen Sie die Welt und damit auch Ihre Gedanken los und werden Sie für einen Moment ganz ruhig und still.


Und in diesem Loslassen, diesem Sein im Moment, ist das Tao. 

(vom Barfußdoktor)

Samstag, 9. Oktober 2010

Freiheit

“Der Weise Nisargatta Maharaj wurde einmal gefragt, wie er Erleuchtung erlangt hätte. Er antwortete: ‘Mein Guru sagte mir, ich selbst sei der höchste Ursprung von allem, ich selbst sei das Göttliche. Darüber sann ich nach, bis ich wusste, dass es wahr ist, bis ich es wurde.’ Er fügte noch hinzu:’Ich hatte Glück, denn ich vertraute dem, was mir gesagt wurde.’
 Freiheit ist die Erkenntnis, das du dieser tiefe, tiefe Friede und dieses Unbekannte bist. Alles Übrige ist nur eine Erweiterung des Unbekannten. Der Körper ist nur eine Erweiterung des Unbekannten. Die Bäume draußen sind nur eine Erweiterung des Unbekannten in einer Form, in der Zeit. Denken und Gefühl sind auch nur zeitliche Erweiterungen des Unbekannten. Tatsächlich ist das gesamte Universum nur eine zeitliche Erweiterung dieses Unbekannten, dieses Berges der Stille.” (…) Dein wahres Selbst, deine wahre Natur zu sein, ist etwas anderes, als es durch das Denken zu erfahren. Erkenn, dass du das Mysterium bist und dass du dieses Mysterium nicht wirklich von außen betrachten kannst, weil du nur vom Mysterium her schauen kannst. Es ist ein sehr waches, lebendiges und liebendes Mysterium, und es schaut in diesem Augenblick aus deinen Augen. Es hört in diesem Augenblick mit deinen Ohren. (…) Das Mysterium bleibt dir immer erhalten – solange du nicht darauf versessen bist, Konzepten zu folgen. Eine solche Versessenheit verwehrt dir den Zugang zum Mysterium. Dann hast du quasi ein Juwel in deiner Tasche, kannst aber die Hand nicht in die Tasche stecken, um es herauszuholen. Wenn du im tiefsten Inneren weißt, dass du das Mysterium bist, das sich selbst erfährt, wird dir klar, dass das alles ist, was überhaupt je geschieht. Was immer du als Ich oder Du erlebst, als guten oder schlechten Tag, Schönheit oder Hässlichkeit, Mitgefühl oder Grausamkeit – alles ist und bleibt das Mysterium, das sich selbst erfährt und sich in Zeit und Form hinein erweitert. Nichts sonst geschieht.” Aus: “Tanzende Leere”, Adyashanti

Freitag, 8. Oktober 2010

Krieger (songtext fanta 4---immer wieder gut!)

 Der Krieger erwacht er wurde über Nacht zum Krieger gemacht
  macht sich bereit hat sich gedacht
  wir haben die längste Zeit Zeit mit warten verbracht
  Zeit mit Worten verbracht es uns bequem gemacht
  doch jetzt macht sich Zeitlosigkeit breit
  der Schläfer erwacht und ist bereit
  und befreit vom Raum lebt er in der Vision
  durchschreitet Deinen Traum in geheimer Mission
  und er kämpft um die anderen aus ihrem Traum zu wecken
  weil er weiß daß in ihnen viele kleine Krieger stecken
  und dennoch sagt er nicht komm mit mir
  er fragt nach Deinem Traum fragt warum bist Du hier
  er hat die Macht der Magie im Fluß der Zeit wird ihm klar
  er nimmt mit allen seinen Sinnen seine Zukunft war
  erweitert das jetzt durch sein Bewußtsein und erfüllt vom Augenblick
  geht er den nächsten Schritt und weiß jetzt gibt es kein zurück
  denn jetzt wacht er auf doch sein Traum geht weiter weil der Zauber wirkt
  er wacht auf und sein Traum geht weiter weil sein Zauber wirkt
  er wacht auf sein Traum geht noch weiter als der Zauber wirkt
  er wacht auf und weiß es

  er wacht auf aus dem Traum den das Kollektiv träumt
  hat mit seinen alten Vorstellungen endlich aufgeräumt
  ersetzt die Isolation und setzt an ihre Stelle
  die Vision das wir eins sind auf einer Welle
  denn das Leben ist ein Fluß der fließen muß lass ihn fließen
  und der Krieger sagt entschieden es wird Zeit Dich zu entschließen
  wer Du bist wohin Du gehst auf welcher Seite Du stehst
  es wird Zeit daß Du verstehst daß Du am Rad der Zeit drehst
  wir führen einen Fight die Meisten tragen ihn im Stillen aus
  nur das Ergebnis quillt aus ihnen raus

  und er kann es sehn als Krieger fühlt er es ist existent
  jetzt da er das Keheimnis kennt spürt er im
  Rhythmus den Zauber der Monotonie
  und Energie wie noch nie ersetzt die Theorie
  und ihm wird klar Harmonie bringt die Kraft
  sein Traum wird wahr er hat es geschafft
  jetzt wacht er auf doch sein Traum geht weiter weil der Zauber wirkt
  er wacht auf doch sein Traum geht weiter weil sein Zauber wirkt
  er wacht auf sein Traum geht noch weiter als der Zauber wirkt
  er wacht auf
  er wacht auf doch sein Traum geht weiter weil der Zauber wirkt
  er wacht auf doch sein Traum geht weiter weil sein Zauber wirkt
  er wacht auf sein Traum geht viel weiter als der Zauber wirkt
  er wacht auf und weiß es

  der Zauber der Musik gibt auch Dir die Kraft
  geh den nächsten Schritt dann hast Dus geschafft
  der Krieger zeigt Dir ein Stück freies Land einen Platz
  in Deinem Kopf den er fand und gibt Dir seine Hand
  die Du berührst und Du spürst ihr seid eins es geschieht
  ihr habt dieselbe Vision jetzt siehst Du was er sieht
  und ihr seht Krieger überall und alle sind Dir bekannt
  jedes Gesicht jede Geschichte ist mit Dir verwandt
  sie kämpfen für das Leben Krieger sind deswegen hier
  leben für den Traum und alle sind ein Teil von Dir und geben Dir
  ein Gefühl wie ein Schild Du hast es lange vermißt
  das so lange Du kämpfst Du nicht alleine bist
  tritt in den Kreis und mach wahr was Du weißt
  und die Erkenntnis bringt die Kraft mit der Du Dich befreist
  und dabei frei von Angst ganz gelöst
  erlöst was in Dir döst
  denn dann wachst Du auf und Dein Traum geht weiter weil Dein Zauber wirkt
  du wachst auf doch dein Traum geht weiter weil der Zauber wirkt
  du wachst auf doch geht Dein Traum weiter als der Zauber wirkt
  wachst du auf und weißt es
  du wachst auf und Dein Traum geht weiter weil der Zauber wirkt
  du wachst auf und Dein Traum geht weiter weil der Zauber wirkt
  du wachst auf doch geht Dein Traum weiter als der Zauber wirkt
  wachst Du auf und weißt es.

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Tao Te Karl ---Karl Renz (Leseprobe Teil 7)

Der Berufene will nichts Eigenes

Sieben Arten, wie Selbst sich realisiert


Der Himmel ist ewig und die Erde dauernd.
Sie sind dauernd und ewig,
weil sie nicht sich selber leben.
Also auch der Berufene:
Weil er nichts Eigenes will,
darum wird sein Eigenes vollendet.

Jeden Morgen wirst du zuerst als ein Erfahrender wach. Dann findet
ein Erfahren statt; als Raum, als Geist. Und dann kommt das, was erfahren
wird, der Körper. Also erstens Vater, reines Bewusstsein, zweitens
Eva oder Heiliger Geist oder ‚Ich bin’ und drittens der Sohn, der Mensch
– „ich bin das“ (die Welt). Und abends beim Einschlafen fällt das Dritte
(die Person) als erstes weg, dann das ‚Ich bin’und schließlich das reine
Gewahrsein.
Das Persönliche und das Unpersönliche wechseln sich ständig ab,
und du kannst daran willentlich nichts ändern. Wenn du das erkennst,
wird beides leer, denn beides bringt kein dauerhaftes Glück. Dann verschwindet
beides und es bleibt nur Gewahrsein übrig: jenes erste Ich.
Doch auch dies ist ein Ich zuviel. Es setzt noch etwas voraus, was sich
jeder Definition und Erklärung entzieht. Und das allein ist unbedingtes
Sein. Vollkommenes Mysterium deiner selbst. Keine Art von Wahrnehmung.
Und doch bist du. Reine Existenz, die absolut keine Vorstellung
von dem hat, was sie ist oder nicht ist. Reines Potenzial.
Und aus diesem reinen Potenzial, aus diesem vierten Zustand, erwachst
du zu einem neuen Leben in den fünften, den des reinen Gewahrseins;
dann in den sechsten, den des reinen Bewusstseins; und dann in
den siebten, den des reinen Menschen. Und das ist das, was Jesus war:absoluter Vater, absoluter Geist, absoluter Sohn oder Mensch. Sieben
Arten und Weisen, wie Selbst sich realisiert.
Wenn deine Natur absolut das ist, was das ist, dann geht’s möglicherweise
bomm, bomm, bomm. Ohne Unterbrechung. Dann bist du das und
das und das. Und das ist das Nächste, zu dem du kommen kannst – diese
vollkommene Aussage ‚Ich bin – das – Ich bin’.
Aber selbst das ist noch eine Aussage zuviel.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Tao Te Karl ---Karl Renz (Leseprobe Teil 6)

Der Geist des Tals stirbt nicht

Ebenen des Bewusstseins


Der Geist des Tals stirbt nicht
das heißt das dunkle Weib.
Das Tor des dunklen Weibs,
das heißt die Wurzel von Himmel und Erde.
Ununterbrochen wie beharrend
wirkt es ohne Mühe.
 
 
 
Die Verwirklichung der Wirklichkeit fängt vor irgendeiner Person an.
Die Person ist das letzte Stadium in den Bewusstseinsebenen, gleichsam
die unterste Stufe. Am Anfang gibt es den Vater: das Gewahrsein dessen,
was Adam ist. ‚Adam’ heißt im Hebräischen die Urseele. Damit
fängt alles an. Der erste Lichtkörper. Die erste Erfahrung von Sein als
Licht.
Die zweite Erfahrung ist dann Eva, oder das Leben, das, was Bewusstsein
ist. Das ‚Ich bin’. Und das ist alles noch unpersönlich. Es gibt aber
schon das männliche und das weibliche Prinzip: das so genannte Gewahrseins-
und das Bewusstseinsprinzip.
Da ist also Bewusstsein als reinste Seinsform; als reines Bewusstsein.
Dann als Geistbewusstsein, als ‚Ich-bin-Bewusstsein’. Aus diesen
beiden entsteht dann das dritte: das, was der Körper ist; das, was das
‚Ich’ ist. Da fängt das Ego an: das identifizierte Bewusstsein als Person.
Sie entsteht aus der Selbstbefruchtung, aus der Selbstdurchdringung
von reinem Sein und Bewusstsein. Und all das ereignet sich spontan.
Und mühelos.
Aber damit fängt nichts an, und das ist der grundlegende Punkt.
Weder vor noch mit dem ersten Wachwerden fängt irgendetwas an. Weil
das, was Sein an sich ist, vor dem Wachwerden das ist, was Sein ist.
Und wenn beim ersten Wachwerden keiner wach wird, also keiner geboren
wird, dann wird auch beim Bewusstsein, beim geistigen Erfahren,
keiner geboren. Und das, was aus dieser Verbindung von Gewahrsein
und Bewusstsein entsteht, wird auch nicht geboren.
In diesem so genannten Schöpfungsprozess wird nichts geschöpft,
da entsteht nichts, es wird nichts geboren – und das ist das Wesentliche.

Dienstag, 5. Oktober 2010

Tao Te Karl ---Karl Renz (Leseprobe Teil 5)

Das All kennt keine Liebe

Verliebt in Vorstellungen


Das All kennt keine Liebe,
es schreitet über alles hinweg,
als wäre es nichts.
 
 
Liebe ist das, was Liebe nicht kennt. Das, was denkt, es könnte lieben,
ist nur eine Idee. Und das, was denkt, es wüsste was Liebe ist, ist auch
wieder eine Idee. „Liebe ist nur ein Wort“. Sprach Simmel. Da könnte
er recht gehabt haben.
Aus jedem Wort, das ein Hinweis darauf ist, dass es nichts Zweites
gibt, kannst du wieder etwas Zweifaches machen. Vor allem aus dem
Wort Liebe. Du assoziierst gleich zwei damit – und die Hoffnung, die
Zweiheit zu überwinden. Du fängst an zu sinnieren: Ist dies jetzt eine
relative Liebe? Kann ich auch die absolute haben? Die unbedingte,
unkonditionierte, vollkommene Liebe? Nicht, solange es dich gibt!
Liebe spürst du als eine Sehnsucht nach Heimat. Und diese Sehnsucht
entsteht mit der Annahme, dass du existierst und eine Heimat
brauchst. Aber du existierst nicht.
Und nun der Salat: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Kannst
du dir vorstellen, was das bedeutet? Finde erst mal ein Selbst, das du
lieben könntest. Im Nichtfinden von dem, was du in dir selbst lieben
könntest, liebe das, was du nicht finden kannst, im Nächsten. Aber
Vorsicht: Wenn du dich selbst nicht finden kannst, gibt es auch keinen
Nächsten mehr. Dann ist nur noch Liebe. Ohne dich. Ohne irgendeinen
Nächsten.
Bis dahin wirst du Traumbeziehungen hegen und dich daran freuen
und leiden. Auch die Beziehung zu dir selbst ist eine Traumbeziehung.
Die Beziehung zu einer Idee. In Wahrheit gibt es nichts Zweites, zu dem
 du eine Beziehung haben könntest. Aber es gibt eine Menge Vorstellungen,
zu denen du eine Beziehung hast. Du bist immer nur in Vorstellungen
verliebt, du kannst nicht anders.
Mal ist es die Vorstellung einer relativen Liebe, dann die der absoluten
Liebe. Wenn du dich in die verliebst, dann willst du die relative
Liebe rasch loswerden, damit du die absolute genießen kannst. So wirst
du dich selbst vergessen aus Liebe, wirst dich selbst betrügen aus Liebe,
wirst tief sinken aus Liebe.
Und ob willkommen geheißen oder zurückgewiesen, vergessen oder
erinnert, geküsst oder betrogen, es bist immer nur du. Du bist der Liebhaber,
das Lieben und das Geliebte. Und du wirst dieser Liebe zu dir
selbst nicht entkommen. Alles ist eine Liebesaffäre mit dir selbst. Und
diese Affäre ist vollkommen still. Denn du bist still. All das Lieben und
Betrügen ist nicht wirklich. Da ist absolut nur du. Absolut lieblos. In
dieser vollkommenen Stille ist keine Liebe. Und nur Liebe. Aber kein
Zweites, das geliebt werden kann. Da ist nicht mal irgendetwas. Nicht
mal Nichts.

Montag, 4. Oktober 2010

Tao Te Karl ---Karl Renz (Leseprobe Teil 4)

Wesenlos ist das Tao

Der Stoff, aus dem die Träume sind



Wesenlos ist das Tao,
die Wesen lösend von ihrem Sein;
abgründig tief ist es,
alles Seienden Grund.
 
 
Gott ist wesenlos. Gott kennt sich nicht. Weder als Gott noch als Nichtgott.
Jesus sagte am Kreuz: „Es ist vollbracht.“ Da waren er und Gott
nicht verschieden.
Das, was Liebe ist, kennt keine Liebe. Liebe ist da, wo es keinen
Liebenden und nichts Geliebtes gibt. Wo du das bist, was du bist. Wo
das Selbst, oder was immer du Gott nennst, das ist, was du bist.
Das, was deine Natur ist, kann nicht gefunden werden. Was immer
du finden kannst, wirst du wieder verlieren. Aber das Schöne an deiner
Natur ist, dass du sie beim Verlieren nicht verloren hast und genauso
wenig beim Finden wieder finden wirst. Das Verlorenhaben ist ein Traum.
Und das Finden, so traumhaft schön es auch sein mag, ist ebenfalls nur
ein Traum. Eine bloße Traumhochzeit. Und bei aller Träumerei bleibst
du der Stoff, aus dem die Träume sind. Und den finde mal.

Sonntag, 3. Oktober 2010

Tao Te Karl ---Karl Renz (Leseprobe 3 !)

Der Berufene macht
das Nichtmachen

Gott wirkt, ohne zu wirken

Die Tüchtigen nicht bevorzugen,
so macht man, dass das Volk nicht streitet. (…)
Der Berufene macht das Nichtmachen,
so kommt alles in Ordnung.



Das, was Bewusstsein ist oder das, was Energie ist, ist das Allwollende.
Doch es kann nun mal nicht wollen, was es will. Es gibt keine Kausalität.
Auf der relativen Ebene sieht es so aus, als gäbe es eine Ursache
und eine Wirkung. Doch da ist nur die in sich selbst vollkommene
Bewegung. Die ist, ohne zu sein. Die geschieht, ohne entstanden zu
sein. Die vergeht, ohne existiert zu haben.
Das ist einfach die Spontaneität von Realisation. Keiner hat das
vorher durchkalkuliert. Jede Aktion im Sein ist spontan und blind. Das
ist Freiheit. Die Freiheit von Sein an sich. Sie hat nie eine Richtung in
sich, die irgendjemand gewollt hat. Alles passiert spontan aus sich selbst
heraus, nicht aus irgendeinem Grund. Es gibt keine Notwendigkeit.
Keinen, der denkt, es wäre besser, wenn es so und so wäre.
Alles ist eine absolute Notwendigkeit, denn wenn es nicht so wäre,
wäre die Absolutheit nicht absolut. Und das, was absolutes Sein ist,
weiß nicht, was besser oder schlechter ist, sondern in diesem absoluten
Nichtwissen realisiert sich, was auch immer realisiert werden kann.
Das könnte „karmisches Bewusstsein“ genannt werden: Eine absolute
Aktion, die auf sich wieder reagiert. Das Aktive und das Reaktive
sind nicht verschieden. Das, was jetzt den ersten Knall macht, schafft
unendliche Echos von dem, was es ist. Es ist das Echo und es ist die
Ursache; es ist die Wirkung und das, auf was es wirkt. Darin gibt es
keine Trennung, keine Kausalität; da ist nur der Zusammenhang von
Aktion und Reaktion.
Gott wirkt, ohne zu wirken.