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Namasté

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Sonntag, 24. Oktober 2010

Die innere Revolution bringt Freiheit...

Die innere Revolution bringt Freiheit, und der einzige Weg sich selbst dazu zu bewegen, durch diese innere Revolution zu gehen, ist Meditation. Meditation bedeutet nur zu lernen, alles zu vergessen, was du gelernt hast. Es ist ein Prozess der Dekonditionierung, ein Prozess der Dehypnose.

Die Gesellschaft hat jeden mit Tausenden von Gedanken überfrachtet. Meditation hilft dir nur, aus dieser Welt der Gedanken herauszukommen, in einen Zustand der Stille. Es ist ein Prozess, dich völlig zu reinigen, alles das auszuleeren, was in dich hinein gezwungen und gestopft wurde.

Wenn du leer bist, weit, still, rein, hat die Revolution stattgefunden, ist die Sonne aufgegangen; dann lebst du in ihrem Licht! Und im Licht deiner inneren Sonne zu leben, bedeutet, richtig zu leben. Tatsächlich ist es die einzige Art zu leben. Diejenigen, die anders leben, sterben nur, sterben langsam, stehen in einer Reihe an, die von Moment zu Moment kürzer wird, und jeden Moment kannst du der erste in der Reihe sein. Tatsächlich versucht jeder, der erste in der Reihe zu werden; jeder will überall der erste sein.

Das normale Leben wird nur Leben genannt – es ist kein Leben. Es ist nur ein sogenanntes Leben. Es ist ein Prozess des schritt weisen Sterbens, oder genauer gesagt, ein Prozess des schritt weisen Selbstmords.

In dem Moment, in dem du still wirst und wach und klar und dein innerer Himmel voller Entzücken ist, kennst du den ersten Geschmack des wahren Lebens. Einige nennen es Gott, andere nennen es Erleuchtung, einige nennen es Befreiung; die Erfahrung von Wahrheit, Liebe, Freiheit, Glückseligkeit – verschiedene Namen, aber das Phänomen ist dasselbe.

Osho: Nirvana Now or Never, #14

Samstag, 23. Oktober 2010

Meditation in der Krise

Jemand sagte, dass er durch eine ökonomische Krise ginge und er es seitdem aufgrund des äußeren Drucks schwierig fände, zu meditieren.
"Wann immer so etwas wie Druck von außen geschieht - und es wird viele Male im Leben geschehen - dann wird der direkte Einstieg in Meditation schwierig. Du solltest also etwas vor deiner Meditation tun, um den Druck wegzunehmen: Nur dann kannst du in Meditation gehen, vorher wahrscheinlich nicht.

Vorbereitung auf Meditation,
wenn man unter Druck ist

1. Denke daran: Die Welt ist ein Traum

15 Minuten lang sitze einfach still da und denke daran, dass die ganze Welt ein Traum ist - sie ist es tatsächlich! Betrachte die ganze Welt als einen Traum. Die Welt trägt nichts von wirklicher Bedeutung in sich. Das ist der erste Schritt.

2. Alles ist vergänglich,
auch die Krise und sogar du selbst

Früher oder später wird alles verschwinden - auch du! Du warst nicht immer hier und du wirst auch nicht für immer hier sein. Denn alles ist vergänglich.

3. Zum Beobachter werden

Du bist nur derjenige, der wahrnimmt. Dies ist ein vorüberziehender Traum, die Situation ist wie in einem Spielfilm.
Erinnere dich in der Tiefe daran, dass diese Welt nur ein Traum ist und alles vorbeigehen wird, auch du. Der Tod kommt näher und die einzige Wirklichkeit die es gibt, ist derjenige, der beobachtet und wahrnimmt. Du bist nur ein Beobachter.
Entspanne den Körper, dann beobachte 15 Minuten lang, und dann erst beginne zu meditieren. Du wirst jetzt in der Lage sein, in Meditation einzutreten, es wird keine Schwierigkeiten mehr geben.

Aufhören, wenn's leicht geht

Wann immer du fühlst, dass diese Meditation einfach geworden ist, dann höre damit auf; denn sonst wird sie zur Gewohnheit. Sie sollte nur unter bestimmten schwierigen Umständen genutzt werden, dann, wenn es unmöglich erscheint, in Meditation zu gehen. Wenn du sie jeden Tag machst, wird sie ihre Wirkung verlieren, und dann wird sie nicht mehr funktionieren. Benutze sie also wie Medizin. Wenn die Dinge schlecht laufen und sehr unbequem werden, dann mache sie. Sie wird den Weg ebnen, und du wirst in der Lage sein, dich zu entspannen."
  Osho- Zitat-Auszug aus A Rose is a Rose is a Rose, # 11

Freitag, 22. Oktober 2010

Meditation kennt keine falschen Wege

Das Ego auf der Suche nach dem richtigen Weg

"Die Angst, in die falsche Richtung zu gehen, ist ein Egotrip. Warum hast du so Angst in einer schwierigen Situation zu sein? Weil eine schwierige Situation das Ego auflöst. Eine gute Situation dagegen bestärkt das Ego. Genau genommen fühlt sich das Ego immer unterstützt, wenn du an die Zukunft denkst.

Schwierigkeiten unbedingt vermeiden?

Sei dir einfach dieses Moments bewusst. Wenn ein falscher Weg für dein Wachstum notwendig ist, dann wird er geschehen. Vermeide keine Schwierigkeiten, denn das bedeutet, dein eigenes Wachstum zu vermeiden. Was immer dir begegnet, genieße es mit deiner ganzen Bewusstheit, antworte auf jede Situation mit ganzer Kraft und Wachheit.
Richtig zu leben, bedeutet aus ganzem Herzen zu leben. Es geht nicht darum, gut zu sein, sondern es geht darum, ganzheitlich zu sein. Das Richtige ist nicht gegen das Falsche oder gegen Sünde. Sei nicht halbherzig oder voreingenommen. Das Richtige hat nichts mit irgendeinem Ziel zu tun, wie das Perfektionisten gerne behaupten. Das Richtige hat damit zu tun, was du in diesem Moment fühlst. Das Einfache ist richtig, Glücklichsein ist richtig.

Das besorgte Ego

Feiere diesen Moment, genieße ihn und erfreue dich total an ihm. Denke nicht an morgen. In dem Moment, in dem du denkst, dass alles falsch läuft, dass du dich für das Richtige hättest entscheiden sollen, ist das Ego wieder eingetreten. Es ist das Ego, das über seine schöne Außenansicht besorgt ist. Das Ego schmückt sich gerne mit Moral, Güte, Tugendhaftigkeit, Respekt...
Bleibe also so weit wie möglich im Moment und alles wird gut gehen. Wenn dieser Moment gut ist, dann wird alles gut.

Glücklichsein ist richtig

Das ist die Definition von richtig liegen: Wenn du in diesem Moment richtig liegst, dann wird nichts schief gehen. Glücklichsein ist ein zuverlässiger Beweis dafür, dass die Dinge mit dem Ganzen in Harmonie fließen. Du bist eins mit dem Universum.
Wenn du falsch liegst, dann liegst du eben falsch. Da ist nichts Falsches dran. Sei kein Feigling, gehe mutig in Schwierigkeiten hinein. Im Leben gehen einfach ein paar Dinge schief, das gehört mit dazu.

Weder gut noch schlecht

Ein ganzheitlicher Mensch ist beides. Er akzeptiert Gott und den Teufel gleichzeitig, den Tag und die Nacht zur gleichen Zeit. In dieser freudigen Akzeptanz liegt die Verwandlung. Wenn du beide Seiten annimmst, bist du weder gut noch schlecht. Du bist über beides hinausgegangen und zur reinen Wahrnehmung geworden. Du bist heilig geworden.
Vermeide also keine Schwierigkeiten, denn sonst wird dein Leben fade. Ein wahrer Heiliger hat unglaubliche Gegensätze in sich. Er ist ein Paradox. Er ist beides, süß und bitter.

Meditation heißt Wachsen!

So verläuft das Leben: Du bist glücklich und wieder unglücklich, es gibt gute und schlechte Tage und richtiges und falsches Verhalten. Kümmere dich gar nicht darum. Vertraue einfach dem Leben. Wenn es dich manchmal in schwierige oder gar falsche Umstände führt, dann gehe dorthin. Widerstrebe den Schwierigkeiten nicht einen Moment. Gehe so total wie möglich, damit du lernst, was auch immer dir das Leben lehren möchte - und du wirst wieder heraus kommen."
Osho, Zitat - Auszug aus God Is Not For Sale, #21

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Wozu meditieren?

Meditation ist ein Weg, sich in sich selbst zu Hause zu fühlen, im innersten Kern deines Wesens. Hast du erst einmal das Zentrum deiner Existenz gefunden, wirst du beides, deine Wurzeln und deine Flügel gefunden haben.

Die Wurzeln liegen in der Existenz; sie machen aus dir einen integrierteren Menschen, ein Individuum. Und die Flügel bestehen in dem Duft, der frei wird, wenn du in Kontakt mit der Existenz bist. Der Duft besteht aus Freiheit, Liebe, Mitgefühl, Authentizität, Aufrichtigkeit, einem Sinn von Humor und einem Gefühl der Glückseligkeit.

Die Wurzeln machen aus dir ein Individuum, und die Flügel geben dir die Freiheit zu lieben, kreativ zu sein, bedingungslos die Freude zu teilen, die du gefunden hast. Die Wurzeln und Flügel treffen sich. Sie sind zwei Seiten einer Erfahrung, und diese Erfahrung besteht darin, das Zentrum deines Wesens zu finden.

Wir bewegen uns ständig im Äußeren, immer irgendwo weit weg von unserem Wesen, immer auf andere gerichtet. Wenn all dies fallengelassen wird, wenn alle Objekte fallengelassen werden, wenn du deine Augen vor allem verschließt, was du nicht bist – selbst dein Verstand, deine Herzschläge sind weit hinter dir gelassen – bleibt nur eine Stille.

In dieser Stille wirst du langsam in das Zentrum deines Wesens hineinsinken, und dann werden die Wurzeln ganz von allein wachsen, und auch die Flügel. Du musst dir darum keine Sorgen machen. Du kannst nichts tun. Sie werden von selbst kommen.

Wenn du nur eine Bedingung erfüllst, und die ist, zuhause zu sein – wird das ganze Universum für dich Glückseligkeit, ein Segen.
Osho: The Osho Upanishad, #9

Mittwoch, 20. Oktober 2010

MEDITATION: Erinnere dich an deinen Atem

Wenn du ein Meister deiner Atmung werden kannst, dann kannst du auch Meister deiner Gefühle werden… Das Unbewusste verändert deinen Atemrhythmus ständig. Wenn du dir also dieses Rhythmuses und seiner ständigen Veränderungen bewusst wirst, dann kannst du dir auch deiner unbewussten Wurzeln bewusst werden - dessen, was dein Unbewusstes tut.

Die Methode

1. Schritt
Lasse deinen Atem den ganzen Tag über tief gehen ohne etwas zu erzwingen; lasse ihn langsam und tief gehen, immer dann, wenn du dich daran erinnerst. Fühle dich dabei entspannt, ohne Anstrengung.

2. Schritt
Beobachte deinen Atem, betrachte ihn genau. Wenn der Atem nach außen geht, gehe mit; wenn er hereinkommt, gehe mit. Wenn du deinen Atem in dieser Weise wahrnehmen kannst, wird er tief, ruhig und rhythmisch werden. Indem du deinem Atem folgst, wirst du selbst ganz anders werden, denn wenn du dir des Atems ständig bewusst bist, wird dich das von deinem Denken loslösen. Die Energie, die normalerweise ins Denken fließt, wird ins Beobachten fließen. Das ist die Alchemie der Meditation – die Energie, die ins Denken fließt, geht ins Beobachten… So wird man nicht zum Denker, sondern zum Beobachter. Aber sei spielerisch, wenn du deinen Atem beobachtest, mache keine Arbeit daraus.

3. Schritt
Benutze deinen Atem, um dir gleichzeitig Leben und Tod bewusst zu machen. Wenn der Atem nach außen fließt, dann steht er mit dem Tod in Verbindung; wenn er hereinkommt, mit dem Leben. Mit jeder Ausatmung stirbst du, mit jeder Einatmung wirst du wiedergeboren.

Leben und Tod sind nicht zwei Dinge, die von einander getrennt sind oder abgeteilt: Sie sind eins. Und beide sind in jedem Moment gegenwärtig. Vergiss also nicht: wenn du ausatmest, fühle dich, als ob du stirbst. Habe keine Angst. Wenn du Angst hast, kommt dein Atem durcheinander. Akzeptiere es. Der hinausgehende Atem ist der Tod. Und der Tod ist etwas Schönes, er ist entspannend.

Osho, The New Alchemy: To Turn You On